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Das rote Budget und vier Vorlagen gutgeheissen

Ohne Wenn und Aber wurde dem defizitären Budget, der Dorfstrassensanierung, dem Schulbuskauf, dem Schützen­hausverkauf und dem Mehrwertabgabe-Reglement zugestimmt.

Ehre, wem Ehre gebührt (v.l.): Gemeinderätin Pia Perren überreichte Fränzi Rubi, Chantal Rösti, Livia Buchs und Nicole Perren für ihre erfolgreichen Lehrabschlüsse ein Kerzenarrangement.
Ehre, wem Ehre gebührt (v.l.): Gemeinderätin Pia Perren überreichte Fränzi Rubi, Chantal Rösti, Livia Buchs und Nicole Perren für ihre erfolgreichen Lehrabschlüsse ein Kerzenarrangement.
Fritz Leuzinger

An der Gemeindeversammlung in St. Stephan waren sich die 69 Stimmenden (7 Prozent) in allen Belangen mit dem Gemeinderat einig. Gemeindepräsident Albin Buchs durfte zur jeweiligen Antragstellung erwähnen, dass auch die politischen Ortsparteien EDU, SVP und der Handwerker- und Gewerbeverein ihre Unterstützung zusicherten.

Präsident Albin Buchs zum Budget 2019: «Es ist nicht einfach, ein Budget zu erstellen, sondern eine Herausforderung, die Steuereinnahmen sind immer eine Unbekannte. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass sich der negative Voranschlag bei gleichbleibenden Steueranlagen von 1,84 Einheiten und 1,5 Promille Liegenschaftssteuer trotzdem auf einem soliden Niveau bewegt.» Für 2019 erwartet die Gemeinde St. Stephan im Gesamthaushalt, dem steuerlichen Allgemeinhaushalt mit den Spezialkässeli Wasser, Abwasser und Abfall ein Defizit von fast 75000 Franken.

In seinen Erläuterungen zum Budget sagte Gemeindeverwalter Beat Zahler: «Die Investitionen von 2,8 Millionen müssen mit Fremdkapital finanziert werden. So nebst anderen auch die zu bewilligenden 385000 Franken für die Sanierung der Byfang- und der Grodeygasse.» Bis 2023 will St. Stephan 12,3 Millionen Franken investieren. Grössere Vorhaben sind die Erneuerung der Stöcklibrücke und für die Wasserversorgung der Bau der Hauptleitung für den Zusammenschluss mit Zweisimmen.

Sparen mit dem Schulbus

Seit der Zusammenlegung der verschiedenen Schulhäuser war der Schülertransport an das Transportunternehmen Schnydrig, Zweisimmen, vergeben, jährlicher Kostenpunkt 85000 Franken. Die Anschaffung eines eigenen Busses mit 24 Plätzen ist eine Investition von 100000 Franken. Die wiederkehrenden Kosten wurden durch die Kommission auf 60000 Franken berechnet, für Personalkosten 35000, für Betrieb und Unterhalt 15000 sowie für die Fahrzeugabschreibung 10000 Franken. Fränzi Rösti als bisherige Fahrerin bleibt und bekommt eine Anstellung im Teilpensum.

Jodler kaufen Schützenhaus

Das Schützenhaus im Widacher hat mit dem Wegzug der Schützen nach Grubenwald ausgedient. Der Jodlerklub St. Stephan und der Schwingklub Lenk und Umgebung haben das Gebäude für symbolische 200 Franken von der Gemeinde gemietet und im Frondienst ihren Bedürfnissen entsprechend umgebaut. Die Jodler nahmen das Kaufangebot für das durch die Zweckänderung der Liegenschaft umbenannte Vereinslokal von 9000 Franken an. Die Schwinger bleiben bei ihnen in Untermiete.

Es ist in St. Stephan Brauch, an der letzten Gemeindeversammlung berufliche oder sportliche Erfolge von Bürgerinnen und Bürgern mit einem Präsent auszuzeichnen. In ihrer kurzen Laudatio stellte Gemeinderätin Pia Perren die Abschlussnoten der vier erfolgreichen Lehrabgängerinnen vor. Chantal Rösti erarbeitete eine 5,6 als Pharmaassistentin. Livia Buchs erreichte als Pflegefachfrau für Alters- und Demenzkranke eine 5,5, im Praktikum sogar eine makellose 6. Ihre Ausbildung zur Fachfrau für Kinderbetreuung hat Fränzi Rubi mit 5,4 abgeschlossen, und Nicole Perren beendete ihre vierjährige Ausbildung zur Bauzeichnerin mit 5,3.

Nachfragen zum Thema Skibus von Ried nach Lengenbrand, der die stillgelegte Zubringersesselbahn ersetzt (siehe Freitagsausgabe), gab es keine.

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