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Der Anker-Spirit soll weiterleben

Corinne Binggeli und André Portmann sind die neuen Pächter des Goldenen Ankers. Im Gespräch mit dieser Zeitung verraten sie, wie sie das grosse Erbe weiterführen wollen.

Sie treten ein grosses Erbe an: Die ehemaligen Mitarbeiter Corinne Binggeli (l.) und André Portmann übernehmen die Pacht des Goldenen Ankers (6.12.2018).
Sie treten ein grosses Erbe an: Die ehemaligen Mitarbeiter Corinne Binggeli (l.) und André Portmann übernehmen die Pacht des Goldenen Ankers (6.12.2018).
Nathalie Günter
«Eine Wunschpartnerschaft» (v.l.): Die neuen Anker-Besitzer Thomas und Regula Dübendorfer vom Hotel Bellevue mit Corinne Binggeli und André Portmann, die ab Februar den Anker führen.
«Eine Wunschpartnerschaft» (v.l.): Die neuen Anker-Besitzer Thomas und Regula Dübendorfer vom Hotel Bellevue mit Corinne Binggeli und André Portmann, die ab Februar den Anker führen.
Nathalie Günter
Weltstar Shaggy trat im Juli 2009 im «Anker» auf.
Weltstar Shaggy trat im Juli 2009 im «Anker» auf.
Martin Keller
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Es sind grosse Fussstapfen, in die sie treten: Corinne Binggeli und André Portmann übernehmen die Pacht des legendären Goldenen Ankers in Interlaken. Jeannette und René Sutter-Ammann haben das Gebäude nach 40 Jahren per Ende Dezember an Thomas und Regula Dübendorfer vom benachbarten Hotel Bellevue verkauft (wir berichteten).

«Es ist eine riesige Ehre und gleichzeitig sicher nicht die einfachste Aufgabe», sagt Corinne Binggeli im Gespräch mit dieser Zeitung. «Jeannette und René haben den Anker ausgemacht, wir können die beiden nicht ersetzen.»

«Es ist eine riesige Ehre und gleichzeitig sicher nicht die einfachste Aufgabe.»

Corinne Binggeli, zukünftige Pächterin des Goldenen Ankers

Am Konzept wollen Binggeli und Portmann nicht viel ändern. Binggeli: «Der Anker soll eine Fressbeiz bleiben, wo auch gute Partys stattfinden.» Erst mal wollen sich Binggeli und Portmann auf die Restauration konzentrieren, dann sollen auch wieder Konzerte durchgeführt werden. «Alles andere wird sich mit der Zeit entwickeln, wir müssen da erst reinwachsen», so Portmann.

Von der Alp ins Kultlokal

Ein bisschen wie in zwei Welten fühlten sie sich, sagt Binggeli. Vor ein paar Wochen führten die beiden noch das Berghaus Alpiglen in Grindelwald, das sie für drei Jahre gepachtet hatten. Sie kündeten den Vertrag fristgerecht. Jetzt geht es in Windeseile daran, die Übernahme eines Kultlokals zu planen.

«Das Timing war perfekt», meint Binggeli. Sie und Portmann kennen den Anker gut, haben beide schon dort gearbeitet und früher das Lokal Gleis 1 in der Marktgasse geführt. Portmann wird für die Küche verantwortlich sein, Binggeli für Service und Administration.

«Für uns gab es, auch auf Empfehlung von René, nur diese eine Lösung.»

Thomas Dübendorfer, Besitzer Goldener Anker und Hotel Bellevue

«Jeannette und ich sind sehr, sehr glücklich, wie es gekommen ist, das kannst du so schreiben», sagt René Sutter im Vorbeigehen beim obligaten Fototermin. Thomas Dübendorfer stimmt ihm zu: «Für uns gab es, auch auf Empfehlung von René, nur diese eine Lösung.» Eine Wunschpartnerschaft sei zustande gekommen.

Die vier kennen sich schon seit den 1990er-Jahren – oder «eine Ewigkeit», wie es Dübendorfer ausdrückt. Für ihn und seine Frau ist vor allem wichtig, dass weiterhin ein gutes Restaurant gleich neben dem Hotel steht. «Wir wollen, dass sich unsere Gäste wohlfühlen, und das können sie im Anker.» Und bei Anlässen im Hotel kann der Anker das Kochen übernehmen.

Als netter Nebeneffekt ist mit dem Erwerb des Restaurants aus dem Garni-Hotel ein normales Viersternhotel geworden. «Das war aber nicht der Hauptgrund, das Haus zu kaufen», betont Regula Dübendorfer. Geplant sei auch, die Zimmer über dem Restaurant weiterhin als Personalzimmer für Hotelmitarbeiter zu nutzen.

Thomas und Regula Dübendorfer erklären im Video, wieso ihre Wahl auf Corinne Binggeli und André Portmann fiel. Video: nggAltbekannte Gesichter

Lange müssen Anker-Gäste nicht auf die Neueröffnung warten. «Sobald es irgendwie geht, werden wir das Restaurant öffnen», sagt Corinne Binggeli. Konkret heisst das Ende Februar. Einen grossen Teil des Mobiliars werden sie voraussichtlich übernehmen können. Was ab Februar auf den Tellern liegt, will André Portmann noch nicht im Detail verraten. Aber lokale Produkte will er verwenden, und «Frisch, selbst gemacht, gut» sei das Motto.

Und die Gäste erwarten weitere bekannte Gesichter: «Drei der bisherigen Angestellten bleiben», verrät Binggeli. Zwei davon haben schon die Lehre im Goldenen Anker absolviert. «Das wird sicher auch dabei helfen, den Spirit des Ankers aufrechtzuerhalten.»

Die neuen Pächter Corinne Binggeli und André Portmann im Kurzinterview. Video: ngg

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