Zum Hauptinhalt springen

«Der einmaligen Lage verpflichtet»

Das Räbhüsi im Vogelsang in Spiez ­solle in neuem Glanz erstrahlen, beschloss ein Quartett der Rebbau-Genossenschaft. Dank Sponsoren und Freiwilligen aus den Reihen der Genossenschafter konnte die Absicht in die Tat umgesetzt werden.

Stossen auf das gelungene Werk an: (v. l.) Walter Zurbuchen, Andreas Grünig, Daniel Kammermann und Bruno Clivio.
Stossen auf das gelungene Werk an: (v. l.) Walter Zurbuchen, Andreas Grünig, Daniel Kammermann und Bruno Clivio.

«Es kann doch nicht sein, dass das Räbhüsi an schönster Lage im Rebberg mit Sicht auf See, Schloss und Alpen noch ganz verlottert», sagte sich Initiant Daniel Kammermann und stiess beim Architekten Bruno Clivio, beim Zimmermann Walter Zurbuchen und beim ehemaligen Genossenschaftsverwaltungsmitglied Andreas Grünig sofort auf offene Ohren. Gemeinsam heckten sie ein Instandstellungsprojekt aus, das sich mittels Sponsoren und Freiwilligenarbeit umsetzen liess, zu welcher sie ihr Wissen und Können auch selber zur Verfügung stellten.

Bruno Clivio orientierte sich geschichtlich an den Forschungen des Spiezer Historikers Alfred Stettler, nach dem das Räbhüsi nach unentgeltlicher Planung durch den Architekten Christian Steiner 1933 erbaut wurde. Das Land hatte die damalige Schlossbesitzerin Frau Dr. Schiess-Frey gratis abgetreten. Clivios Aufgabe bestand im Innenausbau, im Farb- und Materialkonzept und im Wiederaufbau der baufälligen Pergola. «So fügt sich die ganze An­lage harmonisch in die Landschaft ein», ist das Quartett überzeugt. Dazu trägt die von Walter Zurbuchen aus einheimischer Douglasie erstellte Pergola bei, die bereits wieder mit Reben überwachsen ist.

300 Stunden Freiwilligenarbeit

Aus Kapazitäts- und finanziellen Gründen wollte und konnte sich die Rebbau-Genossenschaft selber nicht an der Instandstellung beteiligen. Mit Andreas Grünig – den der vernachlässigte und marode Zustand des Rebhüsi schon lange beschäftigt hatte – als Bindeglied konnten die vier mit ihren Helfern selbstständig ans Werk gehen. Nicht zuletzt dank erfolgreichem Spendenaufruf durch Daniel Kammermann an die Genossenschafter, die das notwendige Kapital von rund 50 000 Franken zusammenbrachten.

«Mit den Spenden und rund 300 Stunden Freiwilligenarbeit haben die Genossenschafter die Nagelprobe erfüllt, ob es ihnen mit dem Erhalt des Häuschens Ernst ist», freut sich Kammermann. Und zeigt sich gleichzeitig erleichtert, dass trotz bisher fehlender Infrastruktur bereits ein Strom-, ein Wasser- und ein Kanalisationsanschluss bestanden hatten. Offen ist noch die Möglichkeit von Vermietungen an Private und kleine Gruppen ausserhalb der Genossenschaft. Zuständig bleibt letztlich die Rebbau-Genossenschaft als Eigentümerin.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch