Zum Hauptinhalt springen

Der Meister gibt noch einmal Vollgas

Der einheimische Edelmetallgewinner im Skibock, Simon Meister, gibt an der Schweizer Meisterschaft auf der Tschentenalp ein Comeback. Er war nach der WM 2013 zurückgetreten.

Er will es nochmals wissen: Skibockfahrer Simon Meister aus Adelboden.
Er will es nochmals wissen: Skibockfahrer Simon Meister aus Adelboden.
Peter Russenberger

Am Samstag findet auf der Tschentenalp ab 10 Uhr die 10. Schweizer Meisterschaft im Skibock statt. Damit kehren die nationalen Titelkämpfe nach Abstechern in andere Skiorte wieder nach Adelboden zurück.

Vom Mattner Fritz Reichenbach, der seit 2011 Präsident von Skibock Schweiz, ist zu erfahren, dass es sehr schwierig ist, Orte und Pisten zu finden, wo man geduldet ist. Reichenbach ist deshalb erleichtert, dass der Tschentenalp-Bahnen-Geschäftsführer Roger Steiner Hand geboten hat, dass die Jubiläumstitelkämpfe wieder am Ursprungsort durchgeführt werden können.

Reichenbach erhofft sich davon einen Aufschwung dieser Randsportart. In Adelboden wird ja von jeher auf Ski­gibeln gefahren.

Rivalität mit Hirzbödelern

WM-Silbermedaillengewinner und Ex-Schweizer-Meister Simon Meister und sein Teamkollege Christian Germann haben die Adelbodner Skibockszene stark mitgeprägt. Die grossen Rivalen im Lohnerdorf sei jeweils das Team Hirzboden mit Johann Hari, Beat Schranz und den Gebrüdern David und Karl Germann ­gewesen, verriet Meister. Als Sohn von Skilehrerin Evelyne ­Allenbach hätte es aus Simon in der legendären Weltcupskistation bestimmt auch ein schneller Stangenfahrer gegeben.

«Skirennen waren nie mein Ding, Air-board, Bob und weitere Funsportarten faszinierten mich mehr», gestand der 28-jährige Patrouilleur des Skigebiets Adelboden-Lenk. Als er 2006 bei der Skibob-SM auf der Tschentenalp auf Anhieb aufs Podest fuhr, habe es ihn gepackt.

Als gelernter Metallbauschlosser bastelte er für sich und für Teamkollege Chrigel Germann einen schnellen Rennskibock. Fortan waren die Adelbodner auch in der internationalen Szene Spitzenskiböckler.

Sensationelle 134 Stunden­kilometer schnell war eine Eigenkonstruktion von Meister. Sein mit einem 130 cm langen Kinderrennski von Elan bestückter Skibock sei eine Rakete, freut sich der Tuning-Tausendsassa.

Nach Rücktritt Comeback

Nachdem er 2013 bei der WM im Südtirol Silber gewann, trat er vom Rennsport zurück. «Weil die SM nun immer in der Innerschweiz durchgeführt wurde, aber noch mehr, weil mir die immer strengere Reglementierung nicht behagte, trat ich auf dem Höhepunkt meiner Karriere zurück», begründet Meister. Mit dem berühmten Frutiger Schneesportler Sepp Inniger konnte ein weiterer Kandertaler als Skibockchampion gefeierte werden.

Der Armee-Gebirgsspezialist ist beim Einsatzelement der Feuerwehr Wachtmeister. So nimmt der Atemschützler auf der Tschentenalp auch regelmässig am Skirennen der Feuerwehrkommandanten teil. Zweimal war er auf der Stenmark-Piste schon Tagesschnellster.

Für sein Comeback beim Heimrennen hat Meister sein Sportgerät noch einmal aufgemotzt. Es darf erwartet werden, dass er und sein Teamkollege auf ihrem Hausberg auch in der erstmaligen Cross-Ausscheidung Vollgas geben werden.

www.skibock.ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch