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Der Weg für die Sanierung ist frei

Das 120-jährige Gemeindehaus kann saniert werden: Die Gemeindeversammlung genehmigte mit 52 Ja- zu 8 Nein-Stimmen einen entsprechenden Kredit von 750 000 Franken.

Am Gebäude der Zweisimmner Gemeindeverwaltung werden die Fassaden, das Dach und die Fenster energietechnisch saniert. Der historische Gebäudecharakter soll dabei erhalten bleiben.
Am Gebäude der Zweisimmner Gemeindeverwaltung werden die Fassaden, das Dach und die Fenster energietechnisch saniert. Der historische Gebäudecharakter soll dabei erhalten bleiben.
Fritz Leuzinger

Die vorwiegend energietechnische Gebäudesanierung des Gemeindehauses, als einziges Sachgeschäft der ausserordentlichen Zweisimmner Gemeindeversammlung, ist am Mittwochabend auf wenig Interesse ge­stossen. Nebst dem benötigten Kreditbegehren von 750'000 Franken waren zwei erledigte Kreditabrechnungen zur Kenntnisnahme traktandiert. Nur 60 der 2230 Stimmberechtigten durfte René Jaggi als Gemeindevizepräsident im Gemeindesaal begrüssen.

Das Zweisimmner Gemeindehaus, die heutige Gemeindeverwaltung, wurde 1897 gebaut. Bereits sind 25 Jahre vergangen seit der umfassenden Innensanierung mit einer Optimierung der Büros, der Sitzungsräume und der Infrastrukturen einer zeit­gemässen Gemeindeverwaltung. Energiesparmassnahmen wurden damals nicht thematisiert. Vor sechs Jahren kam es zwischen dem Kanton und Zweisimmen wie für andere Orte auch zum Berner Energieabkommen. Die Gemeinde bekam eine Vorbildfunktion und verpflichtete sich, mit einem Energieprogramm freiwillige Massnahmen innerhalb eines vorge­gebenen Zeitplans umzusetzen.

Historischer Charakter bleibt

Durch die mit 52 zu 8 Stimmen bewilligten 750 000 Franken werden die geplanten Massnahmen wie ein kompletter Ersatz von Fenstern und Aussentüren mit Wärmeschutzgläsern umgesetzt. Das Dach erhält zusätzliche Wärmedämmung und wird neu eingedeckt. Dazu werden Gebäudesockel und Keller minimal gedämmt. Die Aussendämmung wird mit einem Hochleistungsdämmputz auf die bestehende Fassade vorgenommen, damit der historische Gebäudecharakter im Dorfbild erhalten bleibt. Gestützt auf die Erkenntnisse eines erstellten Gebäudeenergieausweises, hat der Bereich Infrastruktur von Gemeinderat Ueli Gfeller verschiedene Sanierungsvarianten geprüft, ja sogar einen Neubau für 3,5 Millionen Franken ins Auge gefasst.

«Zusammen mit touristischen Partnern wird ein Masterplan erarbeitet. Durch die nun geforderte öffentliche Mitwirkung soll die Zukunftsvision breiter abgestützt werden.»

Matthias Matti, Gemeinderat

Arbeitsintensive Vorhaben

Im Anschluss an die knapp halbstündige Versammlung orientierte der Gemeinderat zu fünf aktuellen und mit Spitalneubau und Bahnhof Ost teils bereits ­bekannte Schwerpunktprojekte. Zum Baufortschritt der Simmental-Arena, der neuen Markt- und Veranstaltungshalle mit integriertem Feuerwehrmagazin, war von Gemeinderatspräsident Ernst Hodel unter anderem zu ­erfahren, dass die bewilligten 9,1 Millionen Franken unterschritten werden dürften. Gemeinderätin Claudia Gautschi, Bereich Bildung, Sport und Kultur, stellte das mit einem Fachplaner wieder erweckte und mit 5 Millionen kostengünstigere Sporthallenprojekt vor.

Zum touristischen Zukunftsvorhaben «Einstiegportal Zweisimmen» und der «Angebotsentwicklung Rinderberg» hat der Gemeinderat die Projektleitung dem Seeländer Grossrat und in Zweisimmen wohnhaften Fürsprecher Hubert Klopfenstein übertragen.

«Vision breiter abstützen»

Aus den Zielvorstellungen von Gemeinderat Matthias Matti, Ressorts Volkswirtschaft, ging hervor: «Zusammen mit touristischen Partnern wird ein Masterplan erarbeitet. Durch die nun geforderte öffentliche Mitwirkung soll die Zukunftsvision breiter abgestützt werden.»

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