Zum Hauptinhalt springen

Der Westerngeist lebt weiter

Das dritte Country- und Western-Festival in Frutigen stiess erneut auf hohe Resonanz. Dank des grossen Besucherandrangs wird der Event weiterleben.

Höhepunkt am Samstag war die Texanerin Stephanie Urbina Jones mit ihrem Texicana-Musikstil. F
Höhepunkt am Samstag war die Texanerin Stephanie Urbina Jones mit ihrem Texicana-Musikstil. F

Das Revival des Country- und Western-Festivals auf dem Flugplatzgelände ging letztes Wochenende zum dritten Mal über die Bühne. Dieser Anlass zog wiederum eine Unmenge von Fans an, welche sich im Dörfli bestens unterhielten und sich am Abend von den auftretenden Bands begeistern liessen.

Auftakt mit Böllerschüssen

Mit drei Donnerschlägen aus einer Artilleriekanone, ausgelöst von Männern in Südstaatenuniform, öffneten sich am Freitag kurz nach 18 Uhr die Eingangspforten für die zahlreichen Countryfans, welche meistens stilgerecht bekleidet waren. Dies galt als Start zu einem dreitägigen Event, welcher ins 19. Jahrhundert zurückblicken liess. Diese Zeitreise brachte das Publikum in eine Wildweststadt mit Saloons, einer Feuerwasser-Bar, dem Crazy Horse Cook Wagon, Softwareshops auch mit Whiskeyverkauf und sogar einem riesigen Tipi.

Highlights aus den USA

Im grossen Festzelt dagegen war der Teufel los. Als Startband ­stiegen die sechs Walliser von Needle & Salt auf die Hauptbühne, abgelöst von den weiteren Schweizer Countryformationen Rosewood und Pepi Hugs Firewall. Den krönenden Abschluss gab es durch den Publikums­magneten Doug Adkins aus dem US-Bundesstaat Montana, welcher mit einigen Special Guests auftrat.

Am Samstagabend verkörperte die vom Veranstalter eingeladene Texanerin Stephanie Urbina Jones den absoluten Höhepunkt. Mit ihrem Mix aus texanisch-mexikanischen Klängen, von ihr als Texicana bezeichnet, wusste die Musikerin zu begeistern. Ihre Bühnenpräsenz liess nicht verleugnen, dass sie in Texas einen Namen trägt, stand sie doch als erste Frau in den Music Charts an erster Stelle. Es sagt alles aus, dass sie bereits zusammen mit der ­Legende Willie Nelson auftrat.

Die anderen Bands gingen dabei nicht unter, sorgten doch auch The Groovecake Factory aus Österreich und das Schweizer Eigengewächs Taco für beste Stimmung. Am Sonntag begeisterten ausserdem Motel7 aus Thun sowie die Ally Mustang Band mit der Leadsängerin Tanja Blatter.

Alleskönner Doug Adkins

Der mit seiner sonoren, tiefen Stimme überzeugende US-Amerikaner Doug Adkins war an allen Fronten anzutreffen. Er bestritt auch am Sonntag solo ein Programm. Ohne ihn käme das Festival kaum mehr aus. «Ich wurde 2016 dank meines früheren Hits ‹Whiskey Salesman› erstmals eingeladen und bin praktisch immer dabei. Nächstes Jahr komme ich wieder, wenn mich das OK anfragt.» Auf die Frage, was ihm hier gefalle, antwortet er: «Die Tische und die Bänke.» Aber verglichen mit den Staaten schneide Frutigen gleich gut ab, denn «people are people». Seine Vorbilder sind Johnny Cash und Kris Kristofferson, und er selber hat zehn CDs mit über 200 Songs veröffentlicht. Was braucht es mehr für ein nächstes Engagement?

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch