Die Bratsche steht im Rampenlicht

Saanen/Gstaad

Das Kammerorchester Basel und die Sopranistin Sandrine Piau eröffnen am 25. Januar 2019 das Festival Sommets Musicaux de Gstaad. Die 19. Ausgabe stellt die Bratsche in den Mittelpunkt.

Die Sopranistin Sandrine Piau eröffnet das Festival.

Die Sopranistin Sandrine Piau eröffnet das Festival.

(Bild: PD)

«Vom 25. Januar bis zum 2. Februar 2019 kommen in der Kapelle Gstaad und den Kirchen von Saanen und Rougemont die Musikliebhaber zusammen.» So schreibt es Christine Urfer, die Presseverantwortliche des Winter-Klassik-Festivals Sommets Musicaux de Gstaad, in ihrer Mitteilung. Das Festival ist seit seiner Gründung im Jahr 2001 bemüht, dem Publikum während neun Tagen die Begegnung mit herausragenden jungen Talenten genauso wie mit bedeutenden Virtuosen von Weltrang zu ermöglichen.

Dieses Jahr steht während des ganzen Festivals zum ersten Mal die Bratsche im Rampenlicht, insbesondere jeden Nachmittag ab 16 Uhr in der Kapelle Gstaad sowie am 26. Januar in der Kirche Saanen, wo Renaud Capuçon und Gérard Caussé, der gewiefte Bratschist und Mentor des Festivals, an der Seite des Ensembles Les Siècles unter der Leitung von François-Xavier Roth mit Werken von Mozart zu hören sind.

Erneut will Renaud Capuçon, der künstlerische Leiter, mit seinem Programm Brücken zwischen der neuen Generation und berühmten Musikern schlagen. Yann Maresz, einziger Schüler von John Mc Laughlin und sein wichtigster Instrumentator und Arrangeur, ist der diesjährige Composer-in-Residence. Er unterrichtet seit 2007 die neuen Technologien und elektroakustische Komposition am Conservatoire National Supérieur de Paris und am Conservatoire de Boulogne-Billancourt. Das Festival hat bei Yann Maresz eigens ein Werk für Bratsche solo in Auftrag gegeben. Die jungen Talente werden dieses Werk mit dem Titel «Chjam’è rispondi» jeweils am Nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr in der Kapelle Gstaad interpretieren.

Der Prix Thierry Scherz (Name des verstorbenen Festivalgründers) zeichnet dieses Jahr einen jungen Bratschenvirtuosen aus und bietet ihm die Chance, für das Label Claves Records SA seine erste CD mit Orchester aufzunehmen. Der mit 5000 Franken dotierte Prix André Hoffmann belohnt die beste Interpretation eines Stücks von Yann Maresz. Er finanziert auch den Aufenthalt des Composers-in-Residence.

Die Brüder Capuçon spielen

Das Kammerorchester Basel und die Sopranistin Sandrine Piau unter der Leitung von Anna Katharina Schreiber eröffnen das Festival am 25. Januar in der Kirche Saanen mit Werken von Torelli, Leo, Porpora, Hasse und Händel. Zu den Konzerten der besonderen Art gehört laut den Festivalverantwortlichen auch dasjenige am Montag, 28. Januar: Hier spielen Renaud Capuçon und sein Bruder Gautier an der Seite von Jean-Yves Thibaudet Werke von Mendelssohn und Ravel. Am 1. Februar sind Emmanuel Pahud (Flöte) und das Kammerorchester von Paris unter der Leitung von Douglas Boyd zu hören. Der Pianist Andràs Schiff und die Cappella Andrea Barca beschliessen das Festival am 2. Februar mit einem Werk von Mozart.

Auch in der romanischen Kirche von Rougemont treten prominente Künstlerinnen und Künstler auf: Die Geschwister Katia und Marielle Labèque am 27. Januar und der Pianist Alexandre Tharaud am 29. Januar ragen dabei heraus. Insgesamt werden 18 Konzerte angeboten.

Erzählung für Kinder

Dieses Jahr offeriert das Festival den Kindern der Region am 29. Januar um 10.30 Uhr eine musikalische Erzählung in der Kirche Saanen. Es handelt sich um «Le Roi qui n’aimait pas la musique» (Der König, der keine Musik mochte) von Karol Beffa, zu einem Text von Mathieu Lane mit der Beteiligung von Renaud Capuçon, Yan Levionnois, Paul Meyer und Karol Beffa am Klavier.

Die Tickets sind ab 19. November erhältlich. Programm, Tickets und Vorverkauf: www.sommets-musicaux.ch

Berner Oberländer

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