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Die bunte Welt der Vögel

Ein Topanlass für Tierfreunde der Region: Hanspeter Latour erzählte mit viel Humor Geschichten aus seinem Buch «Das isch doch e Schwalbe!» und zeigte tolle Vogel- und Tierbilder.

Hanspeter Latour mit Barbara Stäger (l.) vom ­Vogelschutzverein Bödeli und Gisela Hertig vom Tierschutzverein Interlaken-Oberhasli.
Hanspeter Latour mit Barbara Stäger (l.) vom ­Vogelschutzverein Bödeli und Gisela Hertig vom Tierschutzverein Interlaken-Oberhasli.
Monika Hartig
«Herziges Vögeli»: Ein Zaunkönig, wie ihn Hans­peter Latour zu fotografieren versuchte.
«Herziges Vögeli»: Ein Zaunkönig, wie ihn Hans­peter Latour zu fotografieren versuchte.
zvg
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Ein Paradies für Vögel, Kleintiere und Insekten ist der etwa 2000 Quadratmeter grosse Naturgarten im Innereriz, den Hanspeter Latour (70), Fussballgrösse im Ruhestand, anlegen liess und mitgestaltete. Dort nimmt Latour mit viel Begeisterung die Tierwelt unter die Lupe und fotografiert Tag und Nacht. «Auf diesen Lebensabschnitt habe ich mich immer gefreut», so Latour. Seine Erlebnisse mit der heimischen Fauna hat Latour im Buch, «Das isch doch e Schwalbe!» des Weberverlags festgehalten. Am Dienstag erzählte der frühere Fussballtrainer und Torwart im Kirchgemeindehaus Matten aus dem Buch und zeigte tolle Tierfotos.

Tiere beobachten macht Spass

Laudator Ruedi Grüring sprach über die Karriere von Latour, der eine Grösse über die Schweizer Grenzen hinaus sei. Zahlreiche Zuschauer waren der Einladung des Vogelschutzvereins Bödeli, des Tierschutzvereins Interlaken-Oberhasli und Pro Natura gefolgt, um den berühmten Referenten live zu erleben. Latour: «Die Leute wollen mit mir immer über Fussball reden. Jetzt muss ich aber im Alter noch schweigen lernen, um Tiere beobachten zu können.» So etwa den Fichtenkreuzschnabel, eine Vogelart, die auch im Winter brütet. Latour: «Ein Weibchen dieser Vogelart baute sich in meinem Garten aus dem alten Nest eines Distelfinks ein neues Nest. Recyceln können Vögel schon lange.»

Warten auf den Zaunkönig

Mit schussbereiter Kamera harrte Latour einmal eine Stunde lang vor einem Baumstamm aus, um ein Bild von einem Zaunkönig, «einem herzigen Vögeli», zu machen. Als er endlich abdrücken konnte, erwischte er eine winzige Maus. Latour erzählte mit Begeisterung und Elan und setzte die Pointen gekonnt. So etwa, wie er einmal mit Hühnerfutter eine ganze Goldammer-Vogelfamilie vor die Kamera lockte. Er dachte: «Das gibt jetzt ein Hammerbild», doch in dem Moment riss Ehefrau Thilde das Fenster auf und rief «Essen ist fertig!»

Das Publikum amüsierte sich bestens und freute sich auch über originelle Fotos von Fuchs, Baum- und Steinmarder. Latour hatte die Tiere dabei erwischt, wie sie nachts Apfelschnitze, auf einen Ast gespiesst und für Vögel gedacht, klauten. Zu sehen war auch, wie ein Habicht eine junge Wacholderdrossel aus ihrem Nest in Latours Garten raubte. Zudem bekam das Publikum Tipps zur Gartengestaltung, damit Vögel sich dort wohlfühlen.

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