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Die Dienstpflicht bei der Feuerwehrwar ein Knackpunkt

Die Gemeindeversammlung in Adelboden gestaltete sich sehr lebhaft. Kernpunkt war das überarbeitete Feuerwehrreglement. 32 Jungbürger erlebten Anschauung in direkter Demokratie.

An der Gemeindeversammlung von Adelboden sind 267 Stimmberechtigte erschienen.
An der Gemeindeversammlung von Adelboden sind 267 Stimmberechtigte erschienen.
Jürg Spielmann

Besser hätte es für die anwesenden 32 Jungbürgerinnen und -bürger nicht ausfallen können. Sie erlebten an der Gemeindeversammlung vom Freitag zum ersten Mal hautnah die direkte Demokratie in Reinkultur.

Gemeindepräsident Daniel von Allmen konnte 267 Stimmberechtigte begrüssen, welche an diesem Abend von ihren Rechten ausgiebig Gebrauch machten, dies vor allem beim per 1. Januar 2019 überarbeiteten Feuerwehrreglement. Mit Ausnahme dieses Traktandums fielen alle anderen Abstimmungen sehr deutlich für den Gemeinderat aus.

Knacknuss Feuerwehr

Beim Feuerwehrreglement wurde über den Artikel 2 zur Dauer der Feuerwehrdienstpflicht im Cupsystem abgestimmt. Zuerst stand noch der ursprüngliche Antrag von Philemon Bärtschi vom 24. November 2017 im Raum, welcher eine Dienstpflicht von 10 Jahren vorsah. Er zog diesen aber zugunsten desjenigen von Grossrat Jakob Schwarz zurück.

Dieser forderte in Absatz 2 einen Austritt aus der Feuerwehr nach 10 Jahren (Antrag Gemeinderat: nach 22 Jahren); in Absatz 3 beantragte Schwarz, dass nach Ablauf von 20 Jahren (GR: nach 27 Jahren) Einsatz eine dienstpflichtige Person aus der Feuerwehr austreten kann. Die Ersatzabgabe beträgt wie vom Gemeinderat gefordert 6,5 Prozent der Kantonssteuer (bisher 5,3 Prozent) mit mindestens 100 Franken (vorher 20 Franken) und mit höchstens 450 Franken. Bei der Schlussabstimmung obsiegte der Antrag des Gemeinderats mit 134 zu 113 Stimmen.

Coop zieht um

Über die längst fällige Überbauungsordnung der maroden Liegenschaft Schönegg beim unteren Dorfeingang informierte Gemeinderätin Beatrice Germann. Wichtig dabei sind Änderungen in der Strassen- und Kurvenführung der Landstrasse, das Errichten einer Postauto-Haltestelle und zusätzlicher Parkfelder sowie die Nutzung des Gebäudes durch Coop mit einem Hotel, Wohnungen und einer Cafeteria.

Mehr Aufwand im Budget

Im Voranschlag 2019 schliessen laut Finanzverwalter Thomas Germann der Gesamthaushalt und der allgemeine Haushalt mit voraussichtlichen Aufwandüberschüssen von 315930 Franken und 443950 Franken ab. Die Spezialfinanzierungen stehen mit einem Ertragsüberschuss von 195450 Franken (Abwasser) sowie einem Aufwandplus von 67430 Franken (Abfall) zu Buche, wobei die Gebühren gleich bleiben. Die Gesamtinvestitionen betragen netto rund 2,5 Millionen Franken. Die Steueranlage beläuft sich auf 1,99 Einheiten, die Liegenschaftssteuer auf 1,5 Promille.

Als weitere Traktanden standen an, dass Erika von Känel-Hehli neu in die Schulkommission und Fred von Känel in Strassen- und Wegkommission gewählt wird. Ausserdem wurde ein Verpflichtungskredit von 380000 Franken für die Erneuerung der Mischabwasser-Kanalisationsleitung Zelgstrasse gesprochen.

Die Einführung des Reglements Spezialfinanzierung Vorfinanzierung Liegenschaften des Verwaltungsvermögens im allgemeinen Haushalt der EG Adelboden erfolgt rückwirkend per 1. Januar 2018.

Die Versammlung nahm Kenntnis von folgenden Kreditabrechnungen: Schmutz- und Sauberwasserkanal Fuhre, Verlängerung (minus 40815 Franken); Ortsplanrevision (minus 22399 Franken); Blockheizkraftwerk (minus 42143 Franken); Sportplatz Gurtnermatte, Sanierung (minus 146097 Franken); Regenabwasserleitung Gilbach, Ersatz (minus 292455 Franken); Hangrutsch Holzachseggen (plus 3815 Franken).

Der Gemeinderat ehrte Markus Inniger als Bauverwalter (2009– 2018; sein Nachfolger ist seit dem 19. November Thomas von Gunten). Als Stabschef Gemeindeführungsorgan tritt Paul Gyger nach 2 Jahren zurück.

Der Gemeinderat gab bekannt, dass am 26. Januar 2019 auf dem Dorfplatz die Livesendung «SRF bi de Lüt» stattfindet.

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