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Die faszinierende Welt der Pilze

Steinpilze, Täublinge oder Fliegenpilze: Rund 150 Sorten heimischer Pilze sahen Besucher an der Pilzausstellung auf dem Flugplatz.

Der Grossätti, der mit seiner Motorsäge einen Steinpilz bearbeitet, wurde von Vereinsmitglied Werner Meyer gestaltet.
Der Grossätti, der mit seiner Motorsäge einen Steinpilz bearbeitet, wurde von Vereinsmitglied Werner Meyer gestaltet.
Monika Hartig

«Wegen der trockenen Hitze hatte es heuer lange keine Pilze. Seit es kälter und feuchter wurde, sind die heimischen Pilze geradezu ­explodiert», erklärt Hans Zurbuchen.

Zurbuchen ist Mitglied der technischen Kommission des Vereins für Pilzkunde Interlaken und Umgebung, der heuer sein 75-Jahr-Jubiläum feiert und etwa 120 Mitglieder zählt. Etwa alle vier Jahre stellt der Verein aus, so auch am Samstag/Sonntag im Unterstand U-30 auf dem Flugplatz Interlaken.

Die Stinkmorchel verdient ihren Namen

Einige Tage zuvor waren Vereinsmitglieder in die Wälder der Region ausgeschwärmt und mit Prachtexemplaren von Steinpilzen, Täublingen, Röhrlingen oder Risspilzen heimgekehrt. An der Ausstellung wurden den Besuchern etwa 150 zumeist heimische Pilzsorten auf Moos präsentiert.

So etwa Risspilze, die ungeniessbar sind, oder Stinkmorcheln, die man bis zu 100 Meter weit riechen kann. Zurbuchen: «Von den Täublingen gibt es rund 200 Arten, davon etwa die Hälfte essbar.

Sie gleichen einander extrem. Man muss sehr gut schauen, eventuell mit dem Mikroskop», so Zurbuchen. An einem Tisch mit Pilzliteratur konnten Besucher versuchen, Pilze selbst zu bestimmen, ein Experte half dabei.

Der amtliche Pilzkontrolleur Hans Wysser erklärte, wie sich Pilze durch Sporen weiterverbreiten, und zeigte davon tausendfach vergrösserte Aufnahmen. Wysser: «Es gibt Bilder, die sind fantastisch.»

Einige Vereinsmitglieder hatten bunte Bilder von Pilzen gemalt und ausgestellt. Zudem gab es einen Wettbewerb für Kinder: «Wie viele Sachen findet ihr, die nicht in den Wald gehören?», wie etwa Ziga­rettenpäckchen. Im Restaurant konnte man sich mit Pilzspezialitäten verpflegen.

Ausstellung

«Meyerschwümm»

Vereinsmitglied Werner Meyer brachte Humor in die Ausstellung. Er stellt seit Jahren lustige Figuren und möglichst naturgetreue Pilze aus Bauschaum her. So etwa einen Grossätti mit Pfeife, der mit der Motorsäge einen Steinpilz bearbeitet.

Neu präsentierte Meyer zwei Setzkästen mit Miniaturen von Pilzen der Region. Und er erklärte den Besuchern, wie der Fliegenpilz zu seinem Namen kam: «Früher legte man Fliegenpilzscheiben in Milch ein gegen die Mückenplage. Trank eine Fliege davon, fiel sie grad um.»

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