Hasliberg

Die «Hasliberg-Unterländer» packen kräftig mit an

HaslibergDas Projekt «Zukunft Hasliberg» produzierte erste Ergebnisse, diese wurden am Samstag präsentiert. Noch ist die Arbeit aber nicht abgeschlossen. Interessierte folgten spontan dem Aufruf und gründeten den Förderverein «Netzwerk Hasliberg».

Die Hasliberger Jugend machte mit einem Stand an der Ergebniskonferenz «Zukunft Hasliberg» Werbung für ihre Anliegen.

Die Hasliberger Jugend machte mit einem Stand an der Ergebniskonferenz «Zukunft Hasliberg» Werbung für ihre Anliegen. Bild: Beat Jordi

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Mit über 60 Prozent Zweitwohnungsanteil hat sich seit der Annahme der gleichnamigen Initiative im 2012 für die Gemeinde Hasliberg einiges verändert. Die Projektgruppe «Zukunft Hasliberg» hat sich mit Unterstützung von Projektleiter Alex Willener von der Hochschule Luzern, der Problematik angenommen.

In Arbeitsgruppen haben zahlreiche Engagierte, auch die Hasliberg Jugend war in einer Gruppe vertreten, einen bunten Strauss an Ideen zusammengetragen, formuliert und in Präsentationen zusammengestellt.

Ideen sprudelten

Rund 100 Hasliberger inklusive Zweitwohnungseigentümer – von der Gemeindepräsidentin Sandra Weber liebevoll «Hasliberg-Unterländer» betitelt – folgten den Ausführungen der Projektverantwortlichen und nahmen mit grossen Interesse von den Halbzeit-Ergebnissen Kenntnis.

Praktisches und Visionäres

Ein Rundgang durch die Präsentationsstände zeigte Erstaunliches: Handfeste, praktische, naheliegende bis utopische Vorschläge wurden von den Arbeitsgruppenmitgliedern erläutert und mit Herzblut vertreten. Die Kindergruppe wünschte sich am Badesee einen Sandstrand und hat mit einem Kinonachmittag bereits selber Geld generiert für die Realisierung.

Die Landwirtschaft könnte sich für ein besseres Verständnis mit den Gästen Arbeitstage an der Alp vorstellen. Zur Sprache wurden auch Investitionen in die Tourismusinfrastruktur gebracht, beispielsweise mit Themenwegen, Seilpark, Mobil-App über Aktualitäten oder Mountainbike-Wege. «Wir sind begeistert von den bodenständigen, nachhaltigen Ideen», meinten drei «Hasliberg-Unterländerinnen», die vor allem die Natürlichkeit der Region schätzen.

Nach der Ideensammlung sollen nun die mach- und finanzierbaren Vorschläge mit entsprechenden Massnahmen umgesetzt werden, erklärte Projektleiter Willener das weitere Vorgehen. Nebst dem Gemeinderat braucht es das Engagement der Bevölkerung und der Zweitwohnungsbesitzer die miteinander am gleichen Strick ziehen. Das «Miteinander» wurde von allen Referenten immer wieder unterstrichen.

Förderverein gegründet

Ein zentrales Thema im Zukunftsprojekt ist die langfristige Sicherung des Initialgedankens und Fortführung der Arbeiten. Dazu wurde die Gründung eines gemeinnützigen, neutralen Vereins beantragt, der Einheimischen und Zweitwohnungsbesitzern offen steht. Spontan trugen sich 61 Anwesende in die Mitgliederliste ein, nahmen von den vorbereiteten Statuten Kenntnis und gründeten den Förderverein.

Gewählt wurden ebenfalls die neun Vorstandsmitglieder, drei Ur-Hasliberger und sechs «Hasliberg-Unterländer». Das Co-Präsidium teilen sich Andres Corrodi, Neftenbach ZH/Reuti und Armin Gallati, Meggen LU/Reuti. (Berner Zeitung)

Erstellt: 29.05.2016, 17:12 Uhr

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