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Die IG Futura will weiter für die Bahn kämpfen

Der Verein informiert über den Kampf um den Erhalt des Bahnanschlusses und die Begleitprojekte.

Monika Hartig
Der Regierungsrat des Kantons Bern will keinesfalls auf die Entscheidung des Grossen Rats zurückkommen.
Der Regierungsrat des Kantons Bern will keinesfalls auf die Entscheidung des Grossen Rats zurückkommen.
Bruno Petroni

Mit Zwischenbericht vom 21. Januar teilt der Verein IG Futura Leissigen mit: Vorstand, Projektleitung und Begleitgruppe befassen sich derzeit vor allem mit der Wahl der besten Strategie zur Erreichung der Vereinsziele. Der Bahnanschluss von Leissigen soll zumindest so lange für die Hauptpendlerströme und Schüler erhalten bleiben, bis die Auffahrten auf die A8 in Leissigen und Därligen saniert und sicher sind. Zudem will man zu den geplanten BLS-Projekten wie etwa «Kreuzungsstelle» oder «Rangieranlage Seebacher» konstruktive Stellungnahmen formulieren. Derzeit zählt der im Juli 2018 gegründete Verein 302 Mitglieder, 92 Gönner und 960 Sympathisanten.

Der Regierungsrat des Kantons Bern will keinesfalls auf den Entscheid des Grossen Rats vom März 2017 (Umstellung auf Busverkehr) zurückkommen. Hierzu bezieht die IG Futura wie folgt Stellung: «Es erstaunt, dass der Regierungsrat weder die Kompetenz noch Anlass hat, auf den Entscheid zur Umstellung zurückzukommen. Der Regierungsrat macht es sich sehr einfach!» Weiter heisst es: «Die Kantonsverfassung scheint so etwas wie ein ‹Kochrezept› zu sein. Man kann genüsslich mit den Zutaten variieren oder sie weglassen!»

Die IG Futura beharrt darauf: «Der Entscheid war mit Absicht überhastet, um weiteren Argumenten keine Zeit mehr zu geben. In den Mitwirkungsberichten, unter anderem dem der BLS, wird explizit dargestellt, dass für den Entscheid keine Not vorhanden ist.» Der Besuch des Regierungsratspräsidenten sei nur eine beleidigende Farce für Leissigens Einwohner gewesen, heisst es weiter.

Weitere Abklärungen

Zurzeit wird abgeklärt, welche rechtlichen Möglichkeiten verbleiben, um die wichtigsten Bahnverbindungen aufrechtzuerhalten und die Ziele der IG Futura Leissigen durchzusetzen. Dabei denkt man an politische Mittel und an Rechtsmittel be­treffend Verletzung der Kantonsverfassung oder Demorechte. Dabei lässt sich der Verein beraten von Bratschi Attorneys in Bernsowie von Dr. Peter Altenburger, Konsulent und Rechtsanwalt aus Küsnacht. Zusätzlich sucht man das Gespräch mit der Regionalkonferenz Oberland-Ost. Am 22. Januar fand eine weitere Diskussionsrunde mit den Betroffenen statt. Vereinspräsident Beat Steuri: «Es ist noch nicht zu spät für Korrekturen. Wir hoffen auf eine vernünftige Konsenslösung Bahn/Bus und vertrauen auf die Unterstützung der gesamten Region Oberland-Ost.»

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