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Direktanschluss als Zukunftsprojekt

Grosser Bahnhof für die Erschliessung Gewerbezone Flugplatz: Am Spatenstich nahmen hohe Vertreter aus Bund und Kanton teil.

Der direkte Zugang werde die Ansiedlung von Unternehmen fördern, ist Wilderswils Gemeindepräsidentin Marianna Lehmann überzeugt.
Der direkte Zugang werde die Ansiedlung von Unternehmen fördern, ist Wilderswils Gemeindepräsidentin Marianna Lehmann überzeugt.
Markus Hubacher
Berns Regierungspräsident Christoph Neuhaus spricht von einem «Leuchtturmprojekt», das hohen Nutzen generieren werde.
Berns Regierungspräsident Christoph Neuhaus spricht von einem «Leuchtturmprojekt», das hohen Nutzen generieren werde.
Markus Hubacher
Am Rednerpult: Marianna Lehman, Gemeindepräsidentin von Wilderswil.
Am Rednerpult: Marianna Lehman, Gemeindepräsidentin von Wilderswil.
Markus Hubacher
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«Gruss aus Bern» spielten die an einem Montagmorgen personell etwas reduzierten Musikgesellschaften Matten und Wilderswil gemeinsam. Matten und Wilderswil feiertem am Montag den Spatenstich des Direktanschlusses Gewerbezone Flugplatz mit Gästen aus Politik und Wirtschaft gross.

Obschon das Projekt mit Kosten von 15,25 Millionen Franken, wovon die beiden Gemeinden je 3,26 Millionen Franken übernehmen, sicher nicht zu den ganz teuren Strassenprojekten gehört.

Aber es ist ein Projekt mit einer Reihe von Auswirkungen, welche die Festredner auf dem Flugplatz beim Hunter-Hangar alle hervorhoben. «Unsere Region hat viel Potenzial, sich weiterzuentwickeln.

Der direkte Zugang wird die Ansiedlung von Unternehmen fördern und die ansässigen Unternehmen stärken», sagte die Wilderswiler Gemeindepräsidentin Marianna Lehmann.

«Es ist ein Leuchtturmprojekt, das hohen Nutzen generiert», lobte der Berner Regierungspräsident Christoph Neuhaus. «Das Projekt kreiert nur Gewinner», fand Astra-Direktor Jürg Röthlisberger, der die A8 für die «Kunden» attraktiv halten will. Mattens Gemeindepräsident Peter Aeschimann, Präsident der Regionalplanung Oberland-Ost, betonte den Modellcharakter des Projekts, bei dem Bund, Kanton, die Gemeinden Matten und Wilderswil, die Schwellenkorporation Bödeli-Süd und die Wirtschaft gemeinsam eine Lösung gefunden haben. Er freute sich, dass die Arbeiten an eine regionale Arge (Ghelma AG, Frutiger AG, Gerber + Troxler, Seeematter AG) vergeben werden konnten.

Start beim Kreisel

Als Erstes wird der neue provisorische Kreisel zwischen Matten und Wilderswil mit einem grösseren Durchmesser definitiv gebaut. Aus ihm wird eine Ausfahrt Richtung der wachsenden Gewerbe- und Industriezone auf dem Flugplatz abgehen. Die Strasse wird mit einer Unterführung unter dem Geleise der Berner-Oberland-Bahnen BOB durchgeführt.

Die BOB bauen auf dem leicht verschobenen Trassee ein zweites Gleis, sodass ihre Züge fahrend kreuzen können. «Wir können dann im Viertelstundentakt fahren», stellte Jungfraubahnen-CEO Urs Kessler in Aussicht.

Und er hoffte, dass die nötigen Weichen beim Bund noch gestellt werden, damit im Zuge der jetzt in Angriff genommenen Bauarbeiten weiter östlich auf dem Flugplatz eine BOB-Haltestelle mit einem Park and Ride gebaut werden könne. Eine solche hätte eine nachhaltige Auswirkung auf das V-Bahn-Projekt, indem Verkehr von der Strasse auf die Schiene verlegt würde, sagte Kessler.

Das Anschlussprojekt, die Umfahrung Wilderswil, wird das Tiefbauamt des Kantons Bern ab Herbst 2019 realisieren. Der vorgesehene Tunnel spielt eine Rolle beim Hochwasserschutz. Für den Strassenbau wird erstmals ein grösseres Stück der Hauptpiste des Kriegsflugplatzes aus dem Jahr 1941 abgebaut. «Es sind sehr umfangreiche Erdbauarbeiten auszuführen», sagt Ingenieur Martin Amacher zu den Besonderheiten des Projekts.

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