Brienz

Drei Ehepaare geraten aneinander

Brienz Eine heimliche Affäre, Ausreden, Lügen und Verdacht: Weil Untreue im Raum steht, geraten drei Ehepaare im Stück «Meier, Moser, Fankhuser» heftig aneinander. Das Publikum hatte trotzdem viel zu lachen.

Der betrogene Ehemann und Chef Mike (l.) vermutet bei dem Ehepaar Amanda und Theo Fankhauser  Eheprobleme und will helfen.

Der betrogene Ehemann und Chef Mike (l.) vermutet bei dem Ehepaar Amanda und Theo Fankhauser Eheprobleme und will helfen. Bild: Monika Hartig

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Tinu Meier hat eine heimliche Affäre mit der Frau seines Chefs, Susanne Moser. Lief bisher alles gut, droht nun die Liaison aufzufliegen», heisst es in der Vorschau. Die Premiere des heiteren Theaterstücks «Meier, Moser, Fankhuser oder Die bessere Hälfte» fand am Donnerstag vor rund neunzig Zuschauern im Kino Brienz statt.

Szenen zweier Ehen

Der Vorhang öffnete sich und gab den Blick frei auf ein modernes Wohn-/Esszimmer mit zwei Sofas, wo zwei Paare, einander völlig ignorierend, parallel den Tag beginnen. Chef Michu Moser frühstückt in Harmonie mit seiner Frau Susanne. Rita und Tinu Meier haben Krach, denn dieser ist spätnachts betrunken heim­gekommen und wird von seiner Frau verhört. Tinu war bei Su­sanne, die nun ihren Mann belügt und seinen Fragen ausweicht. Doch jetzt sind die gehörnten Ehepartner alarmiert. Das heimliche Paar wird nervös und lenkt den Verdacht auf das glückliche Ehepaar Theo und Amanda Fankhauser. Es wird gefragt, behauptet und telefoniert.

Verwirrung und Eskalationen

«Euch zwei Schlawiner sollte man mal an den Ohren nehmen. Sprecht euch doch einmal aus», empfiehlt der betrogene Mike dem treuen Paar, das darauf ganz irritiert reagiert. Zunehmend rabiat wird die betrogene Rita, die keine Ausreden mehr gelten lässt, fauchend auf ihren Mann losgeht und sich mit ihm prügelt. Hitzig und handgreiflich wird auch der brave Theo, als er sich hintergangen wähnt.

Das gut zweistündige Stück zeigt rasch wechselnde, eskalierende Szenen und ist mit viel Situationskomik inszeniert. Bei ihrem Versuch, die tückische Situation zu meistern, bewegen sich die Akteure auf einem schmalen Grat zwischen Lächerlichkeit und Tragik. So hatte das Publikum immer etwas zu lachen. Das Ensemble, getragen von dieser positiven Energie, ging ganz aus sich heraus und spielte sehr authentisch.

Premiere war ein Erfolg

«Es hat funktioniert – die Schauspieler haben alles gegeben», freute sich Regisseur und Schauspieler Gregor Schaller (41) aus Ittigen. Schaller hat das 1968 von Alan Ayckbourn geschriebene Stück gekürzt und neuzeitlich adaptiert. Seit Oktober wurde zwei- bis viermal pro Woche geprobt. Schaller: «Einige Schauspieler mussten sehr viel Text lernen. Ein Riesenaufwand war es zudem, die Möbel zusammenzu­suchen.»

Weitere Aufführungen: im Kino Brienz jeweils um 20 Uhr: Samstag, 5. März, Donnerstag, 10. März, Freitag, 11. März, Samstag, 12. März. Ersatz- oder Zusatzvorstellungen: Sonntag, 6. März, Mittwoch, 9. März. – www.dramatischer-verein-brienz.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 05.03.2016, 13:41 Uhr

Service

Von Kino bis Festival

Finden Sie hier die schönsten Events in unserer Region.

Kommentare

Blogs

Sportblog Bürki-Verbot

Serienjunkie Der Kampfevent

Abo

Immer die Region zuerst. Im Digital-Abo.

Den Berner Oberländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 29.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Wandelnder Busch: Ein Model zeigt die Frühling Sommer Kollektion 2018 des chinesischen Designers Viviano Sue an der Fashionweek in Tokio. (19. Oktober 2017)
(Bild: EPA/FRANCK ROBICHON) Mehr...