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Drei Schlüssel – auch Gauck im Glück

Die beiden ehemaligen deutschen Spitzenpolitiker Bundespräsident Joachim Gauck und Aussenminister Peer Steinbrück standen am Schlusstag des 16. Alpensymposiums im Mittelpunkt.

Interlakens Gemeindepräsident Urs Graf (l.) und Deutschlands Alt-Bundespräsident Joachim Gauck nach der ­Verleihung des Goldenen Schlüssels.
Interlakens Gemeindepräsident Urs Graf (l.) und Deutschlands Alt-Bundespräsident Joachim Gauck nach der ­Verleihung des Goldenen Schlüssels.
PD
Interlakens Tourismusdirektor Daniel Sulzer im Grand ­Hotel Victoria-Jungfrau.
Interlakens Tourismusdirektor Daniel Sulzer im Grand ­Hotel Victoria-Jungfrau.
Hans Urfer
Simon Heller von der Firma «Francis et son Ami»  offerierte allen Teilnehmern ein paar bunte Socken von seinem Label.
Simon Heller von der Firma «Francis et son Ami» offerierte allen Teilnehmern ein paar bunte Socken von seinem Label.
Fritz Lehmann
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Deutschlands ehemaliger Aus­senminister Peer Steinbrück sorgte am Mittwochnachmittag für den Schlusspunkt des 16. Alpensymposiums in Interlakens Fünfsternhotel Victoria-Jungfrau.

In seinem Referat bezeichnete der 71-jährige Hamburger Europa als «einen wunderbaren Kontinent». Dieser müsse zusammenhalten, denn Mächte, welche bis jetzt als Drittweltstaaten galten, spielten heute in der «Champions League» und wollten dem alten Kontinent den Rang ablaufen.

Noch vor dem Mittagessen hatte Steinbrücks Landsmann Joachim Gauck, von 2012 bis 2017 Bundespräsident unseres nörd­lichen Nachbarlandes, seinen Auftritt. Gauck vermied es, den Symposiumsteilnehmern die pfannenfertigen Rezepte für ei­ne funktionierende Demokratie vorzulegen, wies aber darauf hin, dass die Europäische Union mehr Demokratie benötige. Denn Letzteres bedeute nichts anderes, als dass das Volk die «Freiheit der Wahl hat».

Interlakner Auszeichnungen

Traditionell findet zwischen den beiden Symposiumstagen in der Salle de Versailles das Networking-Dinner statt. So auch dieses Jahr. Und wie in den Jahren zuvor stand das Traktandum «Verleihung Goldener Schlüssel» auf dem Programm.

So überreichte am Dienstagabend Interlakens Gemeindepräsident Urs Graf in der Salle de Versailles ausgewählten Referenten des Alpensymposiums diese Auszeichnung gleich im Triopack – was einer Premie­re gleichkam.

Isabel und Melati ­Wijsen von den Philippinen sowie Joachim Gauck durften den vergoldeten Schlüssel entgegennehmen. Graf war beeindruckt vom Einsatz der beiden Umweltschützerinnen, welche die indonesische Insel Bali von Plastikmüll befreien.

Einen bleibenden Eindruck hinterliess beim In­terlakner Gemeindepräsidenten auch Gaucks Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands und des­sen «rhetorische Urgewalt». Für Gauck bedeutete die Auszeichnung eine «besondere Ehre».

Zufriedener Tourismusdirektor

An beiden Symposiumstagen fanden sich insgesamt 950 Teilnehmer im Saal Côté Jardin des Grand Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken ein. Darunter auch Daniel Sulzer, Direktor von Interlaken Tourismus. Angesprochen auf die Bedeutung des zweitägigen Symposiums für den Tourismus in Interlaken, sagte Sulzer: «Nebst dem Swiss Economic Forum ist das Alpensymposium für Interlaken und die ganze Region sicher der wichtigste Kongress mit einer nationalen und sogar internationalen Ausstrahlung.»

Als Partner der Veranstaltung unterstütze Interlaken Tourismus die Veranstaltung finanziell. Zudem finde die Marke Interlaken grosse Beachtung. Ferner sind für Sulzer die durch die Teilnehmer generierten Logiernächte «sehr willkommen», und diese seien in der Statistik gut erkennbar.

Persönlich könne er sich in vielen Einzelgesprächen mit Vertretern aus anderen Branchen austauschen, was sehr wertvoll sei, sagt Sulzer. Von all den verfolgten Referaten sei ihm besonders jenes eines österreichischen Arztes in Erinnerung geblieben, der empfahl, dem Humor wieder vermehrt im beruflichen Alltag nachzuleben. «Dies werde ich noch verstärkt versuchen», sagt Sulzer mit einem Lächeln auf den Lippen.

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