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Ein anderer Brite war der Star

Das 17. Internationale Alpensymposium ist heute zu Ende gegangen. Organisator und Gründer Oliver Stoldt zieht Bilanz und verrät, warum Prinz Harry als Referent keine Option war.

Oliver Stoldt, Gründer des Internationalen Alpensymposiums, an der 17. Ausgabe der Veranstaltung im Grand Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken.
Oliver Stoldt, Gründer des Internationalen Alpensymposiums, an der 17. Ausgabe der Veranstaltung im Grand Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken.
Foto Schenk

Das 17. Alpensymposium ist zu Ende. Welches waren aus Ihrer Sicht die drei Höhepunkte der Ausgabe 2020?

Oliver Stoldt: Zuerst natürlich der Auftritt der Spitzensportlerin im Rollstuhl, Kristina Vogel. Und dann all die Persönlichkeiten, die von New York oder wie SRF-Korrespondent Pacsal Weber aus Beirut nur für dieses Symposium extra nach Interlaken gereist sind und auch teilweise schon wieder auf ihrem Weg zurück sind, das zeigt die enorme Bedeutung dieses Anlasses für diese Personen. Und dann natürlich der Auftritt des ehemaligen Sprecher des britischen Unterhauses, John Bercow. Einfach fantastisch.

Gerade mit der Einladung Bercows haben Sie jedoch aus Grossbritannien den falschen Referenten ans 17. Internationale Alpensymposium nach Interlaken gebracht.

(Denkt lange nach.) Ich glaube nicht. Nein, da bin ich andrer Meinung.

Prinz Harry und seine Frau Meghan hätten in diesen Tagen wohl mehr interessiert.

Ein breiteres Publikum angesprochen? Ja, eventuell schon. Aber vielleicht können wir ja ein nächstes Mal auf das Duo zurückgreifen.

Somit gibt es eine Ausgabe 2021? Denn im August 2018 haben Sie verlauten lassen, dass 2019 kein Symposium stattfindet. Die Veranstaltung findet ab sofort also nicht alle zwei Jahre statt?

Nein. Im kommenden Jahr werden wir wieder ein Symposium durchführen.

Sie besuchten in den USA den Internetriesen Google. Wird das Unternehmen nun Hauptsponsor im nächsten Jahr?

Nein. Wir sind zufrieden mit dem aktuellen Hauptsponsor UPC Business. Es gibt keinen Grund, uns nach Alternativen umzusehen. Google ist Partner meiner Konferenzfirma. Neu gibt es ganz neue Buchungswege, die in den USA getestet werden, und dort konnte ich einen Augenschein nehmen.

Dieses Jahr traten mit der Hüttenwartin unterhalb des Eigers und dem Chef der Schuhfabrik im Gwatt zwei Oberländer Persönlichkeiten auf. Welche Protagonisten aus der Region haben Sie für nächstes Jahr auf dem Zettel?

Im Moment leider niemanden. Ich suche ja immer einen bis zwei Referenten oder Referentinnen im Oberland, die besondere Fähigkeiten besitzen und dies der ganzen Schweiz auch zeigen sollen. Ich bin sicher, für das nächste Symposium werden wir wieder jemanden finden.

Wie werden die Referenten eigentlich entlöhnt?

Wir zahlen keine Honorare. Wir laden die Referentinnen und Referenten ein. Wir haben mittlerweile einen solchen Bekanntheitsgrad, dass wir nach jedem Symposium mehr als hundert Bewerbungen haben von Männern und Frauen, die unbedingt hier auftreten wollen.

Ein Finanzdienstleister betreibt in diesem Jahr den Shuttle-Service Flughafen Zürich–Interlaken, und dessen Chef nimmt dann am Unternehmertalk teil. Werden so die Aufwände für Dienstleistungen «verrechnet»?

In diesem Fall war es so, dass die Firma gleich ihr ganzes Personal per Geschäftswagen ins Grand Hotel Victoria-Jungfrau geführt hatte. Das war kein Shuttle-Service des Alpensymposiums.

Reisen Sie jetzt direkt ans WEF in Davos, um dort prominente Rednerinnen und Redner fürs Symposium 2021 zu akquirieren?

Es stimmt, dass ich ans World Economic Forum reise. Aber dort werde ich Referenten betreuen, die durch meine Vermittlungsfirma nun am WEF auftreten werden.

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