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Ein Blick zurück und in die Zukunft

Im Dorfhus-Bistro repräsentiert eine Foto­ausstellung, wie sich Spiez in den letzten gut 300 Jahren aus Sicht der Nachhaltigkeit entwickelt hat.

Ursula Trinkl eröffnete die Fotoausstellung im Bistro Dorfhus.
Ursula Trinkl eröffnete die Fotoausstellung im Bistro Dorfhus.
Verena Holzer

Am Wochenende eröffnete Ursula Trinkl, Vorstandsmitglied der Agenda 21 Spiez, die Fotoaus­stellung «Spiez gestern – heute – morgen aus Perspektive der Nachhaltigkeit» im Dorfhus-Bistro. Sie hat mit weiteren Vorstandsmitgliedern die Dokumente der Vergangenheit zusammengetragen und in der Ausstellung vereint.

Spiez habe sich aus der Keimzelle um Schloss, Schlosskirche und dem ummauerten Städtli entwickelt. Erst seit der Eröffnung der Bahnlinie Ende des 19. Jahrhunderts sei die Gemeinde Spiez rasant gewachsen und der Kurort sei zum begehrten Wohnort geworden, erklärte Trinkl den rund zwanzig Vernissagegästen.

Eines der ältesten Dokumente in der Ausstellung ist ein Aquarell mit Rebberg um 1670. Das 1000-jährige Kulturgut Weinbau prägt bis heute das vielseitige Spiezer Landschaftsbild. Ein Bild beweist, dass bis nach 1900 der Kehricht von Gästen und Einheimischen individuell irgendwo im Wald deponiert wurde. Interessant ist die Geschichte um den Mühlebach und das Buchtufer. Das Korn, das in der Umgebung von Spiez wuchs, wurde in der Mühle, die am Platz des Hotels Erika stand, gemahlen. Der Mühlebach brachte das nötige Wasser. 1902 wurde er gestaut, und auf dem Bucht­gelände entstand eine Eisbahn. Aber bereits 1904 kam das Aus – der Mühlebach wurde kanalisiert.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war das Buchtufer ein «un­attraktives» Schilf- und Sumpf­gebiet und kam in den Fokus als Bauland. Doch ein weitsichtiger Vorstand des Verkehrsvereins legte damals den Grundstein für die heutige grüne Bucht. Die Aus­stellung verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich mit Nachhaltigkeit zu befassen, damit unseren Nach­fahren eine an Fauna und Flora reiche Natur erhalten bleibt.

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