Ein grosses Fest, 118 Baugesuche und 527 Kinder

Der Grosse Gemeinderat (GGR) Interlaken lobte gestern Abend den Verwaltungs­bericht 2017. Kultureller Höhepunkt war im vergangenen Jahr das Unspunnenfest.

Das Unspunnenfest war 2017 der kulturelle Höhepunkt in der Interlakner Agenda.

Das Unspunnenfest war 2017 der kulturelle Höhepunkt in der Interlakner Agenda. Bild: Fritz Lehmann

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Für den Verwaltungsbericht 2017 der Gemeinde Interlaken gab es an der gestrigen GGR-Sitzung viel Lob und Dank, und zwar durchwegs von allen Fraktionen. Über ihn abgestimmt wurde nicht; der Bericht wird vom Parlament jeweils nur zur Kenntnis genommen.

Im Zeichen von Unspunnen

«Einen ganz speziellen Dank» richtet Gemeindepräsident Urs Graf im Verwaltungsbericht 2017 der Gemeinde Interlaken an das Organisationskomitee des Unspunnenfestes, das den kulturellen und sportlichen Grossanlass trotz teilweise Wetterpech erfolgreich durchgeführt hatte. Der Dank gilt auch allen Helfern für ihren enormen Einsatz. Für das Unspunnenfest wurden vom Werkhof 1100 Arbeitsstunden geleistet. Das Fest (inklusive des Schwinget) hatte während neun Tagen rund 105 000 Besucher aufs Bödeli gelockt.

Der Bericht erwähnt aber auch Kultur im kleineren Rahmen. Die bisherige Kulturkommission wurde in die Kommission für Kultur und Freizeit überführt und unterstützte diverse Kulturprojekte mit 37 712 Franken. Und kulturelle Vielfalt schliesslich auch bei der Demografie: Im letzten Jahr wurden 17 Personen eingebürgert, davon 9 aus Portugal. Apropos Demografie: Die stän­dige Wohnbevölkerung hat um 92 Personen abgenommen. Ende 2017 lebten 5481 Personen in Interlaken, 3827 (–57) Schweizer und 1654 (–35) Ausländer.

Spezieller Bödelischlüssel

Der Verwaltungsbericht widmet sich auch dem Bödelischlüssel zwischen den drei Gemeinden Interlaken, Matten und Unterseen, der auf den Zahlen der ständigen Wohnbevölkerung beruht. Einzige Ausnahme war ein Spezialschlüssel für die Beiträge an die Freiluft- und Hallenbad AG mit einem für Matten tieferen Anteil.

Im Finanz- und Lastenausgleich gehört Interlaken zu den 5 Gebergemeinden (2 135 055 Franken) im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli. Alle wei­teren 23 Gemeinden erhalten Beiträge.

Lohnenswerte WC-Anlage

Im Wettbewerb um die Überbauung des Zeughausareals an der Rothornstrasse siegte das Projekt der L2A-Achitekten. Es wird im Bericht als städtebauliche Setzung und kubische Anordnung gerühmt. Hingegen als «Minigoldgrube» wird das System der neuen WC-Anlage an der Strandbadstrasse tituliert. Die Einnahmen können fast die gesamten Reinigungskosten aller öffentlichen WC-Anlagen in Interlaken decken.

Insgesamt gingen 118 Baugesuche bei der Bauverwaltung ein, womit der Rekord von 2011 egalisiert worden sei. Der Abbruch der Des-Alpes-Scheune wurde bewilligt und der entsprechende Auftrag an einen regionalen Baumeister vergeben. Weniger reibungslos verlief die Diskussion um den Gratisparkplatz hinter dem Des Alpes: Er wurde rege benutzt, was zu unzufriedenen Mietern führte. Die elf Parkplätze werden deshalb neu bewirtschaftet und sind gebührenpflichtig.

2275 Tonnen Hauskehricht

Der Verwaltungsbericht erwähnt noch viele weitere interessante Zahlen. Mit 2275 Tonnen ist der Anfall von Hauskehricht leicht angestiegen. Dagegen nahm die gesamte Menge des Kehrichts mit 4080 Tonnen leicht ab.

Um die geforderten 4400 Diensttage für die diversen Anlässe erbringen zu können, hat die Zivilschutzorganisation (ZSO) Jungfrau auf die Erneuerung der Wanderwege in diesem Jahr verzichtet. Und in 5 Kindergarten-, 14 Primar- und 10 Sekundarklassen wurden insgesamt 527 Kinder unterrichtet – inklusive 85 Kindern von auswärtigen Gemeinden.


Der Verwaltungsberichtkann beim Infoschalter kostenlos bezogen werden und ist im Internet unter www.interlaken-gemeinde.ch
abrufbar.
Mehr aus dem GGRfolgt in der ­morgigen Ausgabe. (Berner Zeitung)

Erstellt: 28.03.2018, 07:40 Uhr

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