Zum Hauptinhalt springen

Ein relaxter Konzertabend mit einer Prise Humor

Ueli von Allmen und Pianist Stefan Dorner begeisterten im Kunsthaus in Interlaken .

Langjährige musikalische Weggefährten: Das Duo Ueli von Allmen (l.) und Stefan Dorner.
Langjährige musikalische Weggefährten: Das Duo Ueli von Allmen (l.) und Stefan Dorner.
Monika Hartig

«Otto, adieu Otto, er tanzt Samba ohni Schueh, goodbye, tschüss und tschou.» Mit einem Abschiedslied eröffneten Musiker Ueli von Allmen und Pianist Stefan Dorner am Samstag ihr Konzert. Das Publikum im voll besetzten Kunsthaus hatte die langjährigen Weggefährten mit Applaus auf der Bühne begrüsst.

Das Duo präsentierte sein Programm «Herz & Handwerk»: Blues, alter Jazz, Lieder und Geschichten ganz nah am Leben. «Die Kombination von akustischer Gitarre, Gesang und Piano ist selten zu hören, tönt etwas anders und ist sicher kein Trend», so von Allmen.

«Morgerot» von Tächa

Das Duo spielte etliche Perlen aus dem Repertoire der Weltmusikgruppe Tächa, gegründet 1997 und benannt nach den Alpendohlen im Lauterbrunnental: so etwa den besinnlichen Mundartsong «Morgerot» oder das grandiose «Waltzing Around with My Shadow». Dieses Lied bekam von Allmen von der US-Musikerin Dixie Michelle, die auch seine Akustikgitarre gebaut hat, geschenkt.

Mit expressiver Mimik und humorvollen Ansagen hielt von Allmen die Zuschauer bei Laune. So sang er etwa nach Mani Matter das «Lob vor Fuulheit», sein aktuelles Lieblingslied, oder auf Hochdeutsch «Kokain» nach dem Troubadour Hannes Wader. Lacher erntete von Allmen auch für seine rhythmische Solonummer mit einem Holzlöffelpaar, was einen Zuschauer zum Mitmachen animierte.

Emotional berührt wurde das Publikum auch von der traurigen Ballade über einen Schulfreund Ueli von Allmens, der sich vor zwanzig Jahren aus Liebeskummer das Leben nahm: «Warum hesch du mir nüd verzellt, keis einzigs Wort, warum, wieso? Ich weiss nid, wie das isch, wenns Herz verbrennt.» Auch das Lied «Bread & Gravy» aus der Depressionszeit im Irland der Dreissigerjahre stimmte nachdenklich.

«Im Härz daheime»

Von der Tächa-Wasser-CD liess das Duo den Song «Im Härz daheime» oder «The Call of Home» hören, der an Countrymusik erinnert. Die Ruhe, Tiefe und Schönheit der Seen der Region haben von Allmen zum mitreissenden Song «Wellen» inspiriert. Die beiden Musiker spielten das Lied mit Feuer und Leidenschaft und gingen ganz in ihrer Musik auf.

«Stefan ist einer der stärksten Rhythmiker am Klavier, die ich je erlebt habe», lobte von Allmen, worauf die Zuschauer einen Zwischenapplaus spendeten. Das Duo gab noch zwei Zugaben: «Wenn mis letschte Stündli schlaat» und das verträumte Tächa-Lied: «Mengisch, wenn där Wind über d Bärge über zieht».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch