Einbruchserie: Vier Männer vor Gericht

Am Dienstag hat in Thun der Prozess gegen vier Männer begonnen, die von Dezember 2012 bis Mai 2013 im Berner Oberland zahlreiche Einbrüche verübt haben sollen.

Der Hauptangeklagte gab vor Gericht an, er habe die Einbrüche begangen, um seine Spielschulden zu tilgen.

Der Hauptangeklagte gab vor Gericht an, er habe die Einbrüche begangen, um seine Spielschulden zu tilgen. Bild: Symbolbild

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Dem heute 35-jährigen mutmasslichen Haupttäter werden 46 Einbrüche vorgeworfen. Seinen drei Kumpanen deutlich weniger. Diese hatten gemäss Anklage den 35-Jährigen an den ­jeweiligen Tatort gefahren. Mal war die Beute recht ansehnlich, mehrere Tausend Franken zum Beispiel, dann wiederum blieb es beim Versuch, es gab keine Beute. Praktisch überall entstand beträchtlicher Sachschaden.

Der Hauptangeklagte hatte in den ersten Befragungen die andern als Mittäter bezeichnet, gestern nun erklärte er vor Gericht, die meisten Einbrüche habe er allein verübt. Unklar blieb, weshalb er die andern belastet hatte. Die vier Männer, zwei Schweizer Brüder und zwei Kosovaren, stehen nun wegen banden- und gewerbsmässigen Diebstahls vor dem Kollegialgericht in Thun. Das Kollegialgericht in Dreierbesetzung kann Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren verhängen.

Spielsucht als Auslöser

Der 35-jährige Familienvater gab an, dass er damals spielsüchtig gewesen sei und Schulden gehabt habe. Er sah in den Diebstählen den einfachsten Weg, wieder zu Geld zu kommen. Seit Mai 2013 hat er keine Delikte mehr verübt. Drei der vier Angeschuldigten sind wegen Verkehrsdelikten und auch wegen Diebstahl vorbestraft, nur einer nicht. Dieser hat auch keine Schulden, im Gegensatz zu den andern.

Am Mittwoch folgen die Plädoyers von Staatsanwalt und den vier Verteidigern. Das Urteil wird am Freitagnachmittag bekannt gegeben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 14.02.2018, 09:44 Uhr

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