Ringgenberg

Eine Bank geht zur Jungfrau

RinggenbergMit 246 Stimmen und ohne Gegenstimme beschlossen die Mitglieder der Raiffeisenbank Ringgenberg die Fusion mit der Raiffeisenbank Jungfrau. Die Bilanzsumme ist 2015 gestiegen.

Verwaltungsratspräsident Manuel Scheller (links) und Orlando Gitz, Vorsitzender der Bankleitung, mit  Ättis Jazzband an der allerletzten Generalversammlung der Raiffeisenbank Ringgenberg.

Verwaltungsratspräsident Manuel Scheller (links) und Orlando Gitz, Vorsitzender der Bankleitung, mit Ättis Jazzband an der allerletzten Generalversammlung der Raiffeisenbank Ringgenberg. Bild: Anne-Marie Günter

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Die Raiffeisenbank Jungfrau übernimmt Aktiven und Passiven der Raiffeisenbank Ringgenberg. Die Übernahme kostet beide Banken nichts. Die Ringgenberger Genossenschafter werden Mitglied bei der Raiffeisenbank Jungfrau. Mitglieder beider Banken haben dann zwei Anteilscheine.

Geschäftsstellen bleiben

Beim regionalen Zusammenschluss gibt es keine Schliessung von Geschäftsstellen; die Raiffeisenbank Ringgenberg bringt die Geschäftsstellen Ringgenberg, Beatenberg und Habkern ein, dazu eine Banklösung mit den Gemeinden Niederried und Iseltwald, Raiffeisen Jungfrau hat dann 10 Geschäftsstellen. Die Kunden sollen im gewohnten Rahmen betreut werden. Die Mitarbeitenden werden in die neue Organisation integriert.

Wie schon an den Orientierungsversammlungen betonte Verwaltungsratspräsident Manuel Scheller an der Generalversammlung in der Mehrzweckhalle Ringgenberg, dass der Zusammenschluss ein Entscheid für die Zukunft sei und die Kunden von neuen Synergien und Ressourcen profitieren können.

Dem hatten die 252 anwesenden oder vertretenen Stimmberechtigten wenig hinzuzufügen, insbesondere auch, weil Scheller auf eine Frage aus dem Publikum erklärte, dass die fünf Raiffeisen-Ringgenberg-Gemeinden mindestens gleich viel Steuern von der Bank erhalten werden wie bisher.

246 Mitglieder stimmten der Fusion zu. Wenn dies die Mitglieder der Raiffeisenbank Jungfrau am 22. April ebenfalls machen, wird die technische und administrative Zusammenführung im Juni erfolgen. Der Ringgenberger Gemeindepräsident Hans Ulrich Imboden rief in seiner Ansprache dazu auf, das Angebot vor Ort weiterhin zu nutzen, damit es auch in Zukunft erhalten werden kann.

Höhere Bilanzsumme

Orlando Gitz, Vorsitzender der Bankleitung, stellte das letzte Jahr der Raiffeisenbank Ringgenberg in Zahlen vor. Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent auf 372,13 Millionen Franken. Die Kundenausleihungen betrugen 345,6 Millionen Franken. Weitaus der grösste Teil davon (326,6 Millionen) sind Hypotheken. Erfreulich gestiegen um 7 Prozent auf 261 Millionen Franken sind die Kundengelder.

Damit ist auch das Verhältnis Kundengelder zu Kundenausleihungen von 74,1 auf 75,5 Prozent gestiegen. Der Bruttoertrag der Bank beläuft sich auf 5 Millionen Franken, der Jahresgewinn stieg um 1,3 Prozent auf 395 264 Franken. Aktuell hat die Bank 3458 Mitglieder, die Marktdurchdringung liegt bei 66 Prozent. Raiffeisen Jungfrau hat 10 011 Mitglieder.

Ein Abschiedsgeschenk

Manuel Scheller und Jürg Brönnimann werden im Verwaltungsrat der Raiffeisen Jungfrau Einsitz nehmen, Orlando Gitz und Robin Voegeli werden in die Bankleitung integriert. Die Generalversammlung wird künftig in Interlaken stattfinden. Die dieses Jahr mit 280 Personen gut besuchten Infoveranstaltungen in den Dörfern sollen in einer noch zu definierenden Form weitergeführt werden.

Die letzte GV hatte dank Ättis Jazzband Swing, und als Abschiedsgeschenk gabs je eine Flasche Burg- und Böniger Bier in einem Ständerchen, das Menschen mit einer Behinderung im Zentrum Mittengraben gemacht hatten.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 18.04.2016, 09:34 Uhr

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