Eine Vision nimmt Gestalt an

Hasliberg

Im Rahmen des Projekts «Zukunft Hasliberg» wurde das Thema Alterswohnen als wichtiges Handlungsfeld bezeichnet. Studenten der Architekturakademie Mendrisio präsentieren ihre Modelle eines Generationenhauses.

Architekturstudentin Licia Jopponi präsentiert ihr Modell für ein Generationenhaus am Hasliberg.

Architekturstudentin Licia Jopponi präsentiert ihr Modell für ein Generationenhaus am Hasliberg.

(Bild: Beat Jordi)

Infolge der Zweitwohnungsinitiative werden in der Gemeinde Hasliberg der Verlust von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und eine Abwanderung befürchtet. Mit einem Zukunftsprojekt unter der Leitung der Hochschule Luzern soll den düsteren ­Aussichten begegnet werden, schreibt Professor Alex Willener, Dozent an der Hochschule Luzern, in seinem Bericht im Forum des Schweizer Heimatschutz. Die Gemeinde will mit der Bevölkerung und allen Akteuren neue Ideen entwickeln und umsetzen und bildete zu diesem Zweck verschiedene Arbeitsgruppen.

Ältere Menschen sollen möglichst lange selbstständig am Hasliberg leben können und auch bei körperlichen Einschränkungen die Möglichkeit haben, am gewohnten Leben in der Gemeinde teilzuhaben. Zu diesem Zweck soll bedürfnisgerechter Wohnraum für mehrere Generationen an zentraler Lage zur Verfügung stehen. Dieser Wohnraum soll kombiniert werden mit Dienstleistungen für die Bewohner, beispielsweise einer Arztpraxis, Gemeinschaftsräumen, Cafeteria, Kinderhort, Spitex-Standort, und so weiter.

Hohe Anforderungen

Studenten der Architekturaka­demie Mendrisio entwickelten Ideen für ein Generationenhaus. Dieses soll 20 Wohnungen beherbergen. Die Anforderungen an mögliche Standorte sind hoch: ­öffentlicher Verkehr muss auf ­flachem Terrain in unmittelbarer Nähe erreichbar sein, barrierefreie Mobilität gesichert, fussnahe Versorgung durch Dorfladen, Gastronomie, Post vorhanden. In die Abklärung sind Standorte in den Dorfteilen Goldern, Hohfluh und Reuti.

Zwölf Modelle ausgestellt

Für alle Standorte haben die 24 Studierenden, unter der Leitung von Professor Jonathan Sergison, in Zweierteams je zwei Projektstudien erarbeitet. Diese zwölf Modelle wurden an der Vernissage vom Donnerstagabend Interessierten, Gemeindevertretern und Gästen vorgestellt. Bevor das Projekt in die nächste Phase übergeht, soll eine Genossenschaft als Trägerin gegründet werden. Diese wird die operativen Aufgaben, die Finanzplanung und Vertragswesen zu übernehmen haben.

Die Ausstellung ist bis zum 25. Juli öffentlich zugänglich. Zudem findet am Samstag, 22. Juli, um 14 Uhr ein durch Architekt Hanspeter Thöni geführter Rundgang statt.

Berner Zeitung

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