Einen Preis für die Altersfreundlichkeit erhalten

Die Altersfreundlichkeit der Bödeligemeinden war das Thema der Masterarbeit der Bönigerin Lori Michel. Dafür erhielt sie jetzt den Förderpreis «Lebensgestaltung im Alter».

Stiftungspräsidentin  Andrea Lanz Müller (v. l.), die Preisträgerin Lori Michel und die Dozentin Regula Blaser, welche die Laudatio hielt.

Stiftungspräsidentin Andrea Lanz Müller (v. l.), die Preisträgerin Lori Michel und die Dozentin Regula Blaser, welche die Laudatio hielt. Bild: Anne-Marie Günter

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Lori Michel aus Bönigen weiss, was sich ältere Menschen aus der Region wünschen. Aus ihrer Praxis in den Altersheimen Grindelwald, Beatenberg und der Stiftung Alpbach und auch weil sie ihre Masterarbeit an der Berner Fachhochschule (BFH) zum Thema «Altersfreundlichkeit der Bödeligemeinden» geschrieben hat.

Diese Arbeit hat nun den Förderpreis «Lebensgestaltung im Alter» der Senevita-Stiftung bekommen. Senevita ist schweizweit eine Anbieterin im Bereich betreutes Wohnen und Langzeitpflege. Ihr Gründer Philipp M. Zemp hat eine Stiftung ins Leben gerufen, die Ideen zur Optimierung der Lebensqualität im Alter fördert. Unter anderem indem sie für innovative Arbeiten der Studierenden an der Berner Fachhochschule einen Preis vergibt. Ziel ist der Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis.

1821 Fragebogen ausgewertet

«Die Arbeit von Lori Michel ist ausserordentlich wichtig für die Forschung», sagte Regula Blaser, Dozentin an der BFH, in ihrer Laudatio. Einmalig dürfte sein, dass von den 4278 ausführlichen Fragebogen, die Lori Michel an die über 65-jährigen Menschen in den Gemeinden Interlaken, Unterseen, Matten, Bönigen und Wilderswil versandt hat, 1821 oder 43 Prozent ausgefüllt zurückgeschickt wurden.

Es ging auch darum, die Wirkung des 2013 geschaffenen Altersleitbilds der Bödeligemeinden in Bezug auf die Praxis zu überprüfen. Regula Blaser war begeistert vom Engagement Lori Michels, von ihrer hartnäckigen Lobbyarbeit bei den Behörden und dem Nutzen, den die Arbeit in der Praxis haben wird.

Snioren wünschen sich mehr Bänke

Für Lori Michel eher überraschend war, dass die älteren Menschen auf dem Bödeli mit dem öffentlichen Verkehr zufrieden sind; sie wünschten sich aber überdachte Wartehäuschen. Im Bereich Verkehrssicherheit sind Fussgängerstreifen und Trottoirs und mehr Beleuchtung gefragt.

Und überall hätten sie gern Sitzbänke, und zwar bequemere als die auf der Höhenpromenade. Lori Michel erwähnte eine direkte Wirkung ihrer Arbeit: Matten wird die Sitzbänke auch im Winter stehen lassen. Und sie wünscht sich, dass es künftig eine Generationenarbeit Bödeli gibt.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 29.06.2017, 08:47 Uhr

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