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Einstimmig für die Eissportanlage Jungfrau AG

Jetzt ist es de­finitiv: Mit 9 Stimmen wurde beschlossen, dass die Genossenschaft Eissportzentrum Bödeli zur Regionalen Eisportzentrum Jungfrau AG wird.

Seit 1995 sieht die Eissportanlage in Interlaken so aus.
Seit 1995 sieht die Eissportanlage in Interlaken so aus.
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Es brauchte viel Einsatz und Überzeugungskraft, bis das Bödeli eine Kunsteisbahn hatte; Ansätze dazu gabs seit 1967. Im Dezember 1979 war dann in Matten eine Eisbahn gebaut, noch mit offenem Eisfeld. Träger war eine Genossenschaft. Es folgten ein Dach, Seitenwände in Etappen und der Anbau der Curlinghalle.

Seit 1995 ist die Anlage so, wie sie heute aussieht; investiert wurden 10,3 Millionen Franken. In den letzten zwei Jahren standen grössere Sanierungen an, auch im ­Sicherheitsbereich. Es drohte sogar die Schliessung. Dank Bei­trägen der Gemeinden konnten ­Anpassungen für 1,2 Millionen Franken ausgeführt werden. Die Gemeinden, die eine Mehrheit des Genossenschaftskapitals haben, wünschten eine Umwandlung in eine AG. Als Mehrheits­aktionäre bestimmen sie die Geschicke des Eissportzentrums.

Der Neustart

«Wir blicken nicht zurück. Heute ist eine Art Neustart», sagte ­Roger Berthoud, Präsident des Eissportzentrums Bödeli, an der Generalversammlung am Donnerstag. Die neun anwesenden Genossenschafter – die meisten Vertreter der Gemeinden – stimmten einstimmig für die Umwandlung der Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft. «Bödeli» ist gestrichen, die AG heisst Regionales Eissportzentrum.

Die letzte Bilanz der Genossenschaft weist per 30. Juni 2018 ein Eigenkapital von 1 322 800 Franken aus, wozu auch «nachrichtenloses» Kapital gehört. Einstige Genossenschafter haben sich nicht gemeldet. Es haben sich nicht viele private Genossenschafter für die Beteiligung an der neuen Aktiengesellschaft interessiert. Das Kapital ist jetzt das Eigenkapital der AG. «Das Eissportzentrum steht ohne grössere Altlasten da», schreibt Berthoud im Jahres­bericht.

Der Betrieb

Die Betriebsrechnung für die Saison 2017/2018 schliesst bei Einnahmen von 433 424 Franken mit einem Verlust von 69 671 Franken ab, 36 972 Franken gehen zulasten des «Sorgenkindes» Curlinghalle. Ice Magic ist für Plauschturniere und Firmenevents attraktiver als das nicht mehr so populäre Curling. Die ausgewiesenen höheren Energiekosten betreffen den Kauf von Heizöl, das die AG in der kommenden Saison brauchen kann.

Das Budget 2018/2019 sieht dank Betriebsbeiträgen von 98 200 Franken und Investitionsbeiträgen von 176 500 Franken der Gemeinden (neben Matten, Interlaken und Unterseen auch Bönigen, Wilderswil, Ringgenberg und Beatenberg) besser aus. Ein Gewinn von 125 200 Franken ist vorgesehen. Die Investitionsbeiträge sind auf längere Sicht gedacht, denn sie sollten in Zukunft dafür reichen, Sanierungen und Innovationen der Anlage zu ­finanzieren.

Die Wahlen

Der neu gewählte Verwaltungsrat der AG setzt sich aus Jürg Etter, Marcel Gosteli, Simon Ingold, Martin Alexander Moser, Olivier Geringer, Philippe Ritschard und Präsident Roger Berthoud zusammen; alle wurden einstimmig gewählt. Roger Berthoud dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern, vor allem Geschäftsleiter Beat Brunner und Finanzchef Rudolf Götz, die den Betrieb während der letzten Saison geführt haben. Lob von allen Seiten, auch von Privataktionär Peter Termignone, erhielt Betriebsleiter Andreas Waser. «Wir wollen das Eissportzentrum gemäss unserem Auftrag für Eislauf und Curling attraktiv halten und noch attraktiver machen», sagt Roger Bertoud zur Zukunft.

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