Grindelwald

Endlich

GrindelwaldRedaktor Samuel Günter über die Einigung zwischen den Jungfraubahnen und Landbesitzer Otto Kaufmann bezüglich V-Bahn.

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Vor rund sechseinhalb ­Jahren stellte Urs Kessler erstmals ein Projekt vor, das Grindelwald-Grund mit dem Männlichen und der Kleinen Scheidegg verbinden soll. Inzwischen mussten die Verantwortlichen zahlreiche Hürden überwinden. Nun meisterten sie eine vorentscheidende.

Für die Region ist das eine gute Nachricht. Das Flaggschiff des Oberländer Tourismus verstärkt seine Position im stark umkämpften internationalen Markt. Der Wintersport in der Jungfrauregion profitiert ebenfalls, indem der immer anspruchsvollere Gast schneller und unkomplizierter aus der Stadt auf die Piste kommt. Und auch die Oberländer Wirtschaft darf sich freuen. Eine ordentliche Tranche des Investitionsvolumens von 470 Millionen Franken dürfte in die Kassen des einheimischen Gewerbes fliessen.

Allerdings zeigt das V-Bahn-Verfahren auch, dass der Genehmigungsprozess äusserst langwierig ist. Zu langwierig. Manch einem Unternehmen wäre wohl die Luft aus- oder die Lust vergangen. Die Politik muss solche Verfahrensprozesse verkürzen und beschleunigen. Dabei darf es aber nicht darum gehen, die Interessen von Direktbetroffenen und der Natur zu beschneiden. Gerade die Umweltverbände zeigten sich in diesem Verfahren als harte, unbequeme aber doch faire und lösungsorientierte Verhandlungspartner.

Es ist nun zu hoffen, dass bald der Spatenstich zur V-Bahn erfolgt. Und alle Beteiligten mit dem Verfahren, das doch oft zu sehr emotionalen, ja gehässigen Diskussionen geführt hat, abschliessen können.

Mail: s.guenter@bom.ch
Twitter:@Samuel_Guenter
(Berner Oberländer)

Erstellt: 07.02.2018, 18:17 Uhr

Samuel Günter, Redaktor
s.guenter@bom.ch

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