Endspurt bei der Lämmerenhütte

Der Ausbau und die Sanierung der Lämmerenhütte sind auf der Zielgeraden: Jetzt geht es an den Innenausbau.

Die Fassadenverlängerung ist aufgerichtet: Zurzeit arbeiten die Handwerker an der Isolation der Fassade. Im Hintergrund ist das Rinderhorn zu sehen.

Die Fassadenverlängerung ist aufgerichtet: Zurzeit arbeiten die Handwerker an der Isolation der Fassade. Im Hintergrund ist das Rinderhorn zu sehen.

(Bild: Yvonne Schmoker)

Die um fünf Meter verlängerte Hausfassade der Lämmeren­hütte des SAC Angenstein steht. Bereits ab August wurde das Sockelgeschoss betoniert, die Wasserfassung erneuert und die süd­seitige Fassade abgerissen. Innerhalb einer Woche konnten dann bei besten Wetterbedingungen ein Dutzend Handwerker unter der Leitung von Bauführer Michael Gyger (Burn Holzbau AG) den Anbau aufrichten.

Gut erkennbar ist, dass die beiden Berner Architekten Hanspeter Bürgi und Stefan Schärer ihre Idee umsetzen konnten, den ursprünglichen Hüttencharakter einer traditionellen Bergunterkunft zu erhalten.

Nach zwei Monaten und rund 170 Helikopterrotationen liegt nun das meiste Material auch für den Innenausbau und die Haustechnik vor Ort. Momentan werden die Fassaden isoliert und mit einer sogenannten Lärchenstulpschalung versehen, und das Dach mit Kupfer eingekleidet.

An der Aussenhaut werden zudem Sonnenkollektoren sowie Fotovoltaikelemente versetzt. Der Innertkirchler Walter Brog, Gründer der Esotec GmbH, installiert die Steuerung und Batterien für die autonome Energieversorgung. Der Spezialist versieht Bergunterkünfte mit sauberen Energie- und Abwasserkonzepten. Ende Monat wird das Gerüst abgebaut und ins Tal geflogen.

Abläufe optimiert

Bereits wurde auch mit dem ­Innenausbau begonnen. Durch grössere Fenster erscheinen die Innenräume lichtdurchflutet, deren Decken und Böden schlicht mit Tannenholz verkleidet werden. Der unterteilbare Aufenthaltsraum ist mit einer Durchreiche zur Küche verbunden, und am Eingang wird als wertvolle Neuerung der Empfang für das Einchecken der Gäste eingerichtet.

Die Arbeitswege des Hüttenpersonals werden in und um die Küche optimiert und führen direkt zu den Vorrats- und Technikräumen. Christian und Barbara Wäfler freuen sich über das bauphysikalische Wunderwerk, in welchem sie künftig während der acht Monate pro Jahr angenehm arbeiten und leben können. Am 10. Februar 2017 nehmen Wäflers mit dem Beginn der Skisaison ihr 25. Hüttenjahr in Angriff.

Berner Oberländer

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