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Erfahrungen geteilt und Ideen entwickelt

Im Rahmen des «Forum Adelboden» tauschten Auswärtige und Einheimische ihre Erfahrungen aus und gewannen daraus neue Erkenntnisse.

«Und es ist schwierig, die Erwartungen des Gastes mit den Ansprüchen der Einheimischen in Einklang zu bringen.» Urs Pfenniger, Tourismusdirektor.
«Und es ist schwierig, die Erwartungen des Gastes mit den Ansprüchen der Einheimischen in Einklang zu bringen.» Urs Pfenniger, Tourismusdirektor.
zvg/Archivbild

Die Gemeinde Adelboden lud Gäste, Zweitwohnungsbesitzer und Einheimische zu einem Forum ein, um gemeinsame Erfahrungen zu teilen, Entwicklungen zu diskutieren und Ideen zu entwickeln. Das Podiumsgespräch unter der Leitung von Radiomann Toni Koller zeigte alle Facetten auf, welche Adelboden im guten Licht erscheinen liessen und wo noch Aufholpotenzial liegt. Auf der Bühne diskutierten im Stehen Susanne Zimmermann vom Verein Oniborg, Peter Waser als Präsident des Vereins Stammgäste Adelboden (VSA), Gemeindeobmann Markus Gempeler, der Direktor der Bergbahnen Adelboden AG Markus Hostettler sowie Tourismusdirektor Urs Pfenninger.

Es ist noch viel zu tun

Markus Gempeler listete zuerst die Schwerpunktthemen im laufenden Jahr auf. Wichtig für die Gemeinde waren dabei die positiv verlaufenen Abstimmungen über den neuen Standort des Werkhofs und des Feuerwehrmagazins, über die Sanierung des Schulhauses Boden und derjenigen des Schwimmbads Gruebi. Als Schwerpunkte für das kommende Jahr bezeichnete er einige pendente wichtige Geschäfte wie die Umfahrung Dorf auf der Zelgstrasse, das Trottoir Boden, neue Finanzierungs- und Fahrplanmodelle im ÖV sowie den Beschluss über eine Nachfinanzierung der Sportarena und das Projekt Mountain Hub (Flexible Kombination von Arbeitswelt und Privatleben).

Neue Perspektiven

Laut Gempeler ergeben sich für Gemeinde und Tourismus aber noch positivere Aspekte: «Anstelle der alten Alpenrose entsteht ein Neubau mit 180 Zimmern mit der Baubewilligung in diesem Jahr, wobei die Neueröffnung im Dezember 2020 stattfindet. Die Überbauung Schönegg mit einem Coop-Laden und einer Jugendherberge wird an die Hand genommen. Weitere Hotelbauten wie der Bernahof, die Engstligenalp und das Alpenbad light, das nach dem Fiasko der Nevada-Überbauung aufgrund eines Projekts des Seniorchefs der Künzi+ Knutti AG in der Nähe des Schwimmbads entstehen soll, ebenfalls.»

«Und es ist schwierig, die Erwartungen des Gastes mit den Ansprüchen der Einheimischen in Einklang zu bringen.»

Urs PfenningerTourismusdirektor

Vize-Obmann René Müller ergänzte dabei, dass am Nutzungskonzept des Nevada-Areals weiterhin gearbeitet werde. Nach ihm stünden noch weitere umsetzbare Ziele im Raum, nämlich «die Sanierungsarbeiten an Zweitwohnungsbauten, das Projekt Direttissima der Bergbahnen und die Finanzierung des Vogel­lisi-Themenwegs.

Vor- und Nachteile

Die Vorgaben für das Podiumsgespräch waren somit gegeben. Peter Waser zeigte sich dankbar. «Für mich und die 450 Mitglieder des VSA ist es äusserst wertvoll, die neuesten Infos zu erhalten.» Er und auch Susanne Zimmermann fühlen sich in Adelboden sehr wohl, doch Waser konnte es verbal nicht unterdrücken, dass «die Energiekosten hier an der Spitze der Schweiz stehen und die Kurtaxen unbefriedigend sind, aber die Stammgäste pro Jahr trotzdem für Steuern und Gebühren eine Million Franken bezahlen.»

Markus Gempeler präzisierte, dass die Energie- und Entsorgungsgebühren für alle gleich seien, ungeachtet ob die Wohnung besetzt oder unbenutzt sei.

Es braucht Veränderungen

Grosse Diskrepanzen zwischen Einheimischen und Gästen waren beim Forum nicht herauszuhören, doch besteht der Wunsch, dass Stammgäste auch Einsitz in Gremien und Vorständen nehmen dürfen.

Urs Pfenninger war der Meinung, dass es im Dorf Veränderungen brauche und dass es dafür Auseinandersetzungen zwischen allen bedürfe. «Und es ist schwierig, die Erwartungen des Gastes mit den Ansprüchen der Einheimischen in Einklang zu bringen.»

Keine heile Welt

Robert Waser erwartet hier nicht eine heile Welt, aber sein Verein fordert eine Weiterentwicklung im Dorf. Dazu gehöre auch die Abgabe von Wanderpässen durch die Vermieter an die Feriengäste, wie es bei den Hoteliers und der Fewo AG üblich sei. Der Abend hat bewiesen, dass solche Informationen und Diskussionen unumgänglich sind. Laut Gemeindepräsident Daniel von Allmen findet der nächste Anlass innerhalb der nächsten zwei Jahre statt.

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