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Erneute Felsabbrüche am Spitzhorn

Nach dem Felsabbruch vom 23. Oktober hat sich die Situation am Spitzhorn noch nicht entspannt: In den letzten Tagen stürzten wieder Steine ins Tal. Der Sanetschpassweg bleibt gesperrt – doch nicht alle halten sich an die Sperrung.

Die Abbruchstelle vom 23. Oktober am Spitzhorn. In den letzten Tagen sind hier wieder vermehrt Steine ins Tal gestürzt.
Die Abbruchstelle vom 23. Oktober am Spitzhorn. In den letzten Tagen sind hier wieder vermehrt Steine ins Tal gestürzt.
zvg

«In den letzten Tagen stürzten an der Westflanke des Spitzhorns im Gebiet Hohmad-Burg wieder vermehrt Steine zu Tal», schrieb der Gemeinderat Gsteig am Donnerstag in einer Mitteilung. Tagsüber habe man sogar vom Dorf Gsteig aus abstürzende Steine beobachten können. «Am Mittwochabend waren verstärkt Steinschlaggeräusche zu hören.»

Der Gemeinderat versichert, dass die Absturzstelle und das gefährdete Gebiet unter Beobachtung stehen. «Sollten sich weitere Massnahmen aufdrängen, wird dies sofort veröffentlicht.»

Sperrung wird missachtet

Am 23. Oktober hatte sich am Spitzhorn ein Felsabbruch ereignet, der im Bereich Rotengraben den Sanetschpassweg verschüttete. Kurz zuvor liessen die Behörden den Weg aus Sicherheitsgründen sperren. Personen und Tiere kamen nicht zu Schaden. Die mehreren 1000 Kubikmeter Gestein beschädigten jedoch ein Kabel der Hochspannungsleitung sowie rund mehrere Hektaren Wald.

Der Grund des Felsabsturzes wird nach wie vor untersucht. Permafrost schliessen die Experten aufgrund der niedrigen Höhen­lage von rund 2100 Metern über Meer aus. Vermutet wird vielmehr, dass der Felsabbruch eine Folge der Verwitterung und der Zerklüftung des Gebirges an dieser Stelle ist.

Die Sperrung des Sanetschpassweges blieb seither aufrechterhalten. Aber nicht alle halten sich an die Absperrung: «Leider musste festgestellt werden, dass sich einige waghalsige Personen trotz der vorhandenen Lebensgefahr ins Gebiet begeben haben», schreibt der Gemeinderat. «Die Gemeinde lehnt in diesem Zusammenhang jegliche Haftung ab.»

Über Veränderungen der ­Situation werde zu gegebener Zeit informiert. Neben der Felssturzgefahr ist auch die Gefahr von Murgängen vorhanden, die teilweise die Wanderwege tangieren können.

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