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Erquickender, silberner Jahresausklang

Das Orchester Ostermundigen, Organistin Jovita Wenger und Violinist Alexandre Dubach sorgten für eine musikalische Sternstunde.

Die Besucher der Dorfkirche in Spiez erlebten mit dem Orchester Ostermundigen einen magischen Abend.
Die Besucher der Dorfkirche in Spiez erlebten mit dem Orchester Ostermundigen einen magischen Abend.
Heidy Mumenthaler

Dem Nebel entweichen konnten die Besucher in der Dorfkirche Spiez. Zum fünften Mal gastierte das Orchester Ostermundigen in Spiez und sorgte mit den einheimischen Solisten Jovita Wenger und Alexandre Dubach für eine musikalische Sternstunde. Mit erquickendem, an den Frühling erinnerndem Orgelkonzert stimmten das Orchester und die Organistin ein und verbreiteten Frühlingsstimmung. Munter spielten die Streicher. In hellen Registern erklang die Orgel.

Tatsächlich machten das Laienorchester unter der Leitung von Bruno Leuschner und Konzertmeister-Stellvertretung Annemarie Dreyer dem Titel «Der Kuckuck und die Nachtigall» des Konzertes Nr. 13 in F-Dur volle Ehr. Nicht nur die beiden Vögel hielten Zwiesprache, auch zwischen Orgel und Streichorchester gelang mit Witz und Charme ein heiterer Dialog.

Verzaubernde Klänge

Einen weiteren Höhepunkt setzte Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert Nr. 5 in A-Dur, welches häufig mit dem Spitznamen «The Turkish» bezeichnet wird. Er schrieb es in der Weihnachtszeit des Jahres 1775, und es wurde in Salzburg uraufgeführt. Alexandre Dubach liess mit seinem silbernen Saitenspiel in eines der schönsten Zeugnisse der Hochphase Mozarts eintauchen. Lupenrein, musizierfreudig interpretierte er das anspruchsvolle, melodisch reiche Konzert.

Eine romantisch-nächtliche Episode verwandelte sich drastisch in einen türkischen Marsch.

Er formte erwartungsvoll aufsteigende A-Dur-Dreiklänge, die von prickelndem Tremolo grundiert und von herrischen Einwürfen unterbrochen wurden. Über spannungsvollem Klanggrund stimmte Dubach ein jubelndes Thema in hoher Lage an, das durch Passagen und grosse Sprünge brillant wirkte.

Gesangliche Episoden, wie eine zärtliche Arie, verzauberten im Adagio, untermalt von flüsternden Terzen der Tuttigeigen. Unbeschwert folgte das Rondo. Die Solovioline intonierte das berühmte tänzerische Thema, das sich im Schlagabtausch mit dem Orchester immer schwungvoller entfaltete. Eine romantisch-nächtliche Episode verwandelte sich drastisch in einen türkischen Marsch.

Nach unbändiger Energie und vielschichtigem Ausdrucksreichtum klang das Konzert in berückender Schönheit aus, gleich einer zarten Frage an die Zuhörenden. Alexandre Dubach verdankte den kräftigen Applaus mit einer Solozugabe und frohen Wünschen zum neuen Jahr. Mit Mozarts Sinfonie Nr. 29 in A-Dur liess das Orchester Ostermundigen das Konzert rhythmisch-melodisch ausklingen.

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