Farbenfrohes Fest unter grauem Himmel

Drei Tage Musik: Die Gemeinde Hasliberg hat mit den Musikgesellschaften aus dem Kreis 1 gefeiert und für sie ein perfektes Fest organisiert. Nur das Wetter spielte in Moll.

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Bin iis am Haslibärg». Es war ein sorgfältig durchdachtes Fest, das die Hasliberger Blasmusik zusammen mit der ganzen Gemeinde für die andern 15 Musikgesellschaften des grössten Kreises des Berner Oberländischen Musikverbandes organisiert hatte. «Im Oberland-Ost feiert man die schönsten Feste», sagte denn auch Regierungsrat Christoph Ammann in seinem Grusswort.

Im Oberland-Ost feiert man die schönsten Feste.Regierungsrat
Christoph Ammann

Marsch am Hang. Meistens gehts auf den Marschmusikstrecken flach geradeaus, am Hasliberg gings recht steil hinunter. «Lieber als hinauf», sagte ein Susafonspieler. Die Musik der Herzen waren die Mürrner, die stehend ihr «gmietlichs Derfli, ir ganze Wält bekannt», besangen.

Komponiert hat das Stück Kurt Huggler, CIS-Veteran und ehemaliger Skirennfahrer. Überraschender Groove kam aus Bönigen: Die Musikgesellschaft liess die Rockband Deep Purple mit «Smoke On the Water» den ­traditionellen Tschour-Marsch «San Carlo» queren.

Wolken am Himmel. «Wir hatten etwas Glück, dass wir die Marschmusik überhaupt durchführen konnten», sagte OK-Präsident Andreas Lötscher. Die Parade der farbenfrohen Uniformen gefiel einem zahlreichen Publikum. Pechvogel war der Musikverein Interlaken Unterseen, bei dessen Durchmarsch der Regen aufdrehte.

Für alles ausser des Marsches hatte das Organisations­komitee eine Schlechtwettervariante bereit. Auf dem schön gelegenen und gar nicht so bekannten Gemeindesportplatz in Goldern war ein 800-plätziges Festzelt aufgestellt, wo auch der offizielle Festakt stattfand. Der Gesamtchor reduzierte sich auf die Musikgesellschaften aus den Lütschinentälern.

Top am Samstagabend. Eine neue Variante der Abendunterhaltung hat sich das Organisationskomitee ausgedacht. Es lud zum Musikwettbewerb. Fünf Musikvereine machten mit. Jury war zur Hälfte das Publikum, und es kochte.

Top war die Big-Band- Formation der Musikgesellschaft Brienzwiler, gefolgt von der Musikgesellschaft Bönigen. Die Musikgesellschaften Matten und Ringgenberg rangierten auf dem Bronzerang, sowohl die Experten wie das Publikum gab da exakt die gleiche Punktzahl.

Junge am Instrument. Am Sonntag zeigten am Jugendmusiktag sieben Formationen im Festzelt ihr Können, und das Festzelt war sehr gut besetzt. Noten gabs am Kreismusiktag nicht, nur Bewertungen von Experten. «Ich versuche, nützliche Tipps zu geben», sagte Experte Alfred Fischer.

Die ausgezeichneten Veteranen: Alexander Knecht und Andrea Rüdele (MG Bönigen), Alfred und Urs von Bergen (MG Brienzwiler), Werner Lehmann und Daniel Stähli (MV Interlaken Unterseen), Jürg Merz und Christine Schmocker (MG Iseltwald), Roland Frutiger, Thomas Lüthi, Stefan Stähli und Thomas Trachsel (MG Matten), Esther Hablützel (MG Oberried), Beat Lüscher (MG Wengen), Jeannine Kipfer und Karin Luginbühl (MG Wilderswil), Marc Zimmermann (BB Frutigen).
Internationale Veteranen (60 Jahre): Adolf Bhend (MG Grindelwald) und Kurt Huggler (Musig Mürren).
(Berner Oberländer)

Erstellt: 03.07.2017, 10:01 Uhr

Bilanz

«Das Fest war genial», sagt OK-Präsident Andreas Lötscher. 600 Musikanten nahmen am Kreismusiktag am Samstag teil, 150 am Jugendmusiktag am Sonntag. 280 Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Lötscher bekam viele positive Rückmeldungen, auch in Sachen Verpflegung.

Der Unterhaltungsabend am Freitag mit Chrigel Zenger war ein Abend hauptsächlich für die Hasliberger Bevölkerung. Der Festführer zeigte, dass die Region hinter dem Fest stand: Gönnerliste und Werbung machten ihn zu einem statt­lichen Büchlein. agg

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