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Feuer und Flamme für Diemtigtaler Fasnacht

Die 17. Diemtigtaler Fasnacht dauerte länger und war attraktiver. Sie wurde schon am Freitag mit einem Trychler-Sternmarsch eingeläutet und ab 20 Uhr mit Humor, Satire und Schnitzelbänken vom Pfannehouer gewürzt.

Die «Diemtigtaler Zündhölzli» gewannen bei den gemischten Gruppen.
Die «Diemtigtaler Zündhölzli» gewannen bei den gemischten Gruppen.
Rösi Reichen
Verstopfte Strasse und buntes Treiben an der Diemtigtaler Fasnacht.
Verstopfte Strasse und buntes Treiben an der Diemtigtaler Fasnacht.
Rösi Reichen
Der Fasnachtsumzug von oben.
Der Fasnachtsumzug von oben.
Rösi Reichen
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Schon bei der Abzweigung ins Diemtigtal fielen entlang der Strasse nach Oey die roten und gelben Luftballons auf, die auf «füürhiiss», das Motto der Diemtigtaler Fasnacht, hinwiesen. Am Freitag um 18.18 Uhr startete der Sternmarsch mit viel Lärm von vier Trychlergruppen zum Fasnachts-Ylüte, begleitet von Kindern und Erwachsenen mit eigenen Trycheln und Glocken.

Herausforderung für Dichter

Erstmals wurde eine Plattform für das Vortragen von Schnitzelbänken angeboten. Das Fasnachtskomitee freute sich auf Anekdoten aus dem vergangenen Jahr, humorvoll präsentiert, in maximal hundert Worten. Das war eine echte Herausforderung für die Dichter.

Dr Pfannehouer unterstützte mit seinem Mit­machen die Diemtigtaler im neu gestalteten Freitagsprogramm, trat in der Turnhalle auf die ­Bühne und begeisterte das Publikum mit Versen: «Wie maches die Tourischtiker als Klima-Optimystiker? Si boue Gondle meh und meh u bhoupte, so gäbs de wider Schnee», oder «Die Fläschli, wo me ds Bisi driimacht, Doping drii, Doping draa, si fältschigssicher, Tag und Nacht. Doping drinn, traraa. Die Fläsche, wo dä Brunz verzelle, chasch nid emal i ds Gfrierfach schtelle.» Und noch: «Dü-da-do, ds Gält isch cho. Wär muess Gwinn realisiere, wird (poscht)outomatisch Knatsch riskiere...»

Schräg und bunt

Am Samstag ab 13 Uhr versammelten sich die Fasnachts-Teilnehmer in bunten Kostümen passend zum Thema «füürhiiss» beim Bahnhof und konnten sich einschreiben zum Wettbewerb. Der Umzug startete um 14.07 Uhr und zog durchs Dorf Oey. In einer übergrossen, schliessbaren Zündholzschachtel steckte der Vater Reist, die Kinder liefen mit roten Köpfen als lebendige Streichhölzer mit.

Heiss und scharf

«Die füürheisse Froue sie de o scharf», versicherte eine Umzugsteilnehmerin, hob das Kleid hoch und zeigte ein verziertes Strumpfband. Vivienne und Tatiana waren bereit, mit einem Schlauch das Feuer zu löschen.

Weitere Motive waren «D Füürdräche», «die heissi Olympia» mit den Ringen und dem olympischen Feuer (Fackeln). Aktuell gab es sogar einen Barbie-Wagen passend zum 50-Jahr-Jubiläum der Puppen aus dem Hause ­Mattel und viele andere Gruppen. Guggemusige marschierten rhythmisch blasend und pfeifend mit. Trommler boten eine tolle Show mit ihren Positionswechseln und den rhythmischen Schlägen auf die Trommel des Nachbarn.

Auf dem Schulhausareal ging das fasnächtliche Treiben nahtlos weiter bis zum Sonntag um 5 Uhr morgens in der Besenwagen-Bar. Was 1998 klein im Höfli anfing, hat sich immer weiterentwickelt, ist etabliert und dauert jetzt drei Tage.

Rangliste des Wettbewerbs Die Sieger – Kinder Gruppen: «Füürhiiss»; Erwachsene Gruppen: «Tüüfeli im Flammenmeer»; Gemischte Gruppen: 1. «Vulkano» und auch 1. «Diemtigtaler Zündhölzli»; Erwachsene Einzel: «Tüüfel im Nacken»; Kinder Einzelne: «Mikayökull».

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