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Fischer wollen für die Neue Matte kämpfen

Der Oberländische Fischereiverein Interlaken (OFVI) kämpft um seine Aufzuchtanlage.

Die Fischzuchtanlage Neue Matte bei Wilderswil.
Die Fischzuchtanlage Neue Matte bei Wilderswil.
pd/Schafran Vjekoslav

In der Neuen Matte an der Lütschine, wo ein Bächlein selbst in Hitzesommern wie 2018 kühles Wasser spendet, zieht der OFVI seit 1966 Fische für den Verkauf und für den Besatz örtlicher Gewässer im Auftrag des Kantons auf. Weil die Lütschine am Ufer nagt, wurde es immer wieder befestigt. «Nun will das kantonale Naturschutzamt Lanat nur noch einmal weiche Uferverbauungen erlauben, weil das Gebiet seit 2005 zu den Auen von nationaler Bedeutung gehört», erklärte OFVI-Präsident Thomas Gerber an der Hauptversammlung vom Freitag in Matten. «Und wenn die Anlage überschwemmt wird, dürften wir sie nicht wiederherstellen.» Einen anderen Standort zu finden, grenze aber an ein Wunder.

Auenwald gefährdet

«Wehrt euch», riet der pensionierte Fischereiaufseher und engagierte Naturschützer Hans Roth. «Eure Anlage ist bewilligt.» Und wenn die Fischer das Ufer nicht mehr mit ihren einfachen Mitteln befestigen würden, werde sich die Lütschine bis zur Staatsstrasse durchfressen. «Dann wird garantiert massiv verbaut – und es gibt auch keinen Auenwald mehr.» Roth sprach den versammelten Fischern aus dem Herzen. Denn die Neue Matte, die mit tagtäglicher Freiwilligenarbeit gepflegt wird, ist für den Zusammenhalt im OFVI und für die ausgeglichene Vereinsrechnung gleichermassen wichtig.

Auch für das neue Jahr plant der Verein mit seinen 240 Mitgliedern viel Arbeit und Anlässe in der Neuen Matte, Kurse am Sulssee, Ausflüge an den Sägistalsee und einen Fischkochkurs in der Hotelküche von Vorstandsmitglied Thomas Wolf.

pd

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