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Föhn blieb Lauberhörnlern treu

Der Guggiföhn blies die Rennfahrer direkt vom Lauberhorn-Starthaus ins Zielhaus nach Innerwengen. Dort warteten auf sie statt Medaillen Würste. Dem Donatoren- und Helferfest konnte der Föhn nichts anhaben.

Die Lauberhorn-Verantwortlichen Urs Näpflin (links) und Bob Lehmann sind bester ­Laune, obwohl ihnen der Föhn einmal mehr ins Handwerk pfuschte.
Die Lauberhorn-Verantwortlichen Urs Näpflin (links) und Bob Lehmann sind bester ­Laune, obwohl ihnen der Föhn einmal mehr ins Handwerk pfuschte.
Ueli Flück

Alles war bereit am Samstagmorgen: Heinz von Allmen hatte zwischen dem Lauberhorn-Starthaus und dem Wengensee unterhalb des Russisprungs einen Riesenslalom ausgesteckt. Bob Lehmann, seines Zeichens TD Swiss-Ski und Wettkampfleiter, hatte die Strecke als den Regeln entsprechend befunden, nur Urs Näpflin, der OK-Präsident, schaute zweifelnd in Richtung Guggigletscher. Denn er kennt den ältesten Wengener. Und dieser liess ihn nicht im Stich.

Er blies immer heftiger Richtung Lauberhorn. Die Sesselbahnen stellten den Betrieb ein, und die Rennkanonen mit den Startnummern vor der Brust flüchteten in die Startbar. Solange es Platz hatte. Der Start wurde um eine Stunde verschoben. Dann bliesen auch die Organisatoren. Nämlich den Start ab. Die gegen 150 verhinderten Rennfahrerinnen und -fahrer kurvten «im Schwarm» die Rennpiste hinunter nach Innerwengen. Dort stieg das vierte Lauberhorn-Skifest.

276 Lauberhorn-Freunde am Start

Eingeladen waren Mitglieder des Lauberhorn-Trägervereins, Donatoren, Partner, Sponsoren sowie Helferinnen und Helfer. Alles grosse Lauberhorn-Freunde. 276 waren dabei. Oberländer, Innerschweizer, Mittelländer, Welsche und Fieschertaler. Aber auch eine Dame aus Stockholm, Lauerhorn-Fans aus Schönau an der Triesting (Bezirk Baden in Niederösterreich), aus Babenhausen (Südhessen) und dem Bühlertal im Schwarzwald. Auch Bermudas waren dabei. Nicht solche von den Inseln im Atlantik, sondern die Musikanten aus Wilderswil.

Seit 35 Jahren hilft der Club

Statt Medaillen gab es Leckeres vom Grill, genügend Tranksame und Worte des Dankes von OK-Präsident Urs Näpflin für die Unterstützung. Er erinnerte daran, dass das Horerenne seit 35 Jahren auf den Donatorenclub zählen kann. Und er verriet, dass der Einheimische Hans von Allmen («ds Bad-Hänsi») von Anfang an dabei ist. Näpflin dankte den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die im vergangenen Jänner wetterbedingt Ausserordentliches leisten mussten. «Das Wetter hat uns bös mitgespielt», hielt der OK-Präsi fest, «das reicht nun, in den kommenden 10 Jahren werden wir Ruhe haben.»

Das Wetterpech an den 87. Lauberhornrennen sorgte natürlich unter den Festenden für Gesprächsstoff. Ist der Präsident schuld? Ist der Föhn gar ein Österreicher? Nach intensivem Studieren und Diskutieren fands ein Böniger heraus: «Die Jungfrau-Skiregion hat dem Föhn ein Saisonabi verkauft!»

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