Förderverein greift Sportbahnen unter die Arme

Brienz/Axalp

Der Förderverein Zukunft Axalp will 1,9 Millionen sammeln für die Erweiterung der Beschneiungsanlagen. Innert vier Tagen ­seien bereits über 200'000 Franken zugesichert worden, so Finanzvorstand Peter Wyler.

Förderverein Zukunft Axalp: Hans-Ulrich Egli, Schwanden, Präsident (rechts), und Peter Wyler, Brienz, Finanzvorstand.<p class='credit'>(Bild: Beat Jordi)</p>

Förderverein Zukunft Axalp: Hans-Ulrich Egli, Schwanden, Präsident (rechts), und Peter Wyler, Brienz, Finanzvorstand.

(Bild: Beat Jordi)

Ein paar Freunde der Axalp haben am 10. Mai den Förderverein Zukunft Axalp gegründet und rund 200 Interessierte an einem Infotag über die Ziele orientiert. Ein langfristiges Überleben des Skigebietes Axalp hängt aus der Sicht der Initianten von der mechanischen Beschneiung ab.

«Für die Sportbahnen Axalp Windegg AG und das ganze Skigebiet ist es überlebensnotwendig, dass, auch bei einem späten Schneefall, ab der Altjahrswoche die wichtigsten Pisten in Betrieb sind», fasste Vereinspräsident Hans-Ulrich Egli die Vision zusammen.

2,4 Millionen investiert

Das Bahnunternehmen auf der Axalp hat in den letzten Jahren 2,4 Millionen Franken in die technische Beschneiung der Piste Hüttboden und der Verbindung zwischen Tschingellift und Hüttboden investiert sowie zahlreiche Vorleistungen in das Reservoir, Leitungen und die Pumpstation geleistet.

«Weil die Sportbahnen nicht innert nützlicher Frist aus der laufenden Rechnung weitere Ausbauten finanzieren können und Bankkredite für solche Vorhaben nicht erhältlich sind, haben wir uns zur Gründung eines Fördervereins entschlossen», erklärte Egli. Der Verein soll das für weitere mechanische Beschneiungsanlagen notwendige Kapital beschaffen und den Sportbahnen zur Verfügung stellen.

Als wichtigsten Schritt bezeichnete Wyler die Beschneiung der Piste Stern von der Windegg zum Hüttboden. «Schön wäre, wenn wir die 850'000 Franken für diesen Teil bis zum Sommer zusammenbrächten, damit auf die Saison 2017/2018 die Beschnei­ung realisiert werden kann», gab sich Wyler zuversichtlich.

«Dann hätten wir eine kleine Verschnaufpause und könnten 2018 die Installationen für die Piste von der Windegg zum Chrutmettli bauen. Dieser Anlageteil ist mit 930'000 Franken veranschlagt. Wenn alles nach Plan der Initianten läuft, wäre ab 2019 noch die Beschneiung vom Hüttboden bis zuunterst am Dotzweg als Schlussetappe zu realisieren.

Transparenter Plan

Es ist geplant, das Kapital des Fördervereins als Spende an die Sportbahnen Axalp Windegg (SAW) AG auszuzahlen. Die SAW würde somit Bauherrin und Eigentümerin der Beschneiungsanlagen und wäre für den Betrieb und Unterhalt zuständig. Profitieren von einem gesicherten Skibetrieb würden viele – von den Immobilienbesitzern, den Leistungsanbietern und dem Gewerbe bis zu den Landbesitzern.

Wer von einer Aufwertung des Skigebietes einen Mehrwert erfahre, müsste eigentlich auch bereit sein, einen Beitrag an das Zustandekommen des Projektes zu leisten, überlegten sich die Initianten und erstellten auf dieser Basis den Finanzplan.

Spendenbarometer auf www.zukunft-axalp.ch.

Berner Oberländer

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