Zum Hauptinhalt springen

Forschungsstation auf Jungfraujoch erhält doppelte Auszeichnung

Gleich zwei Organisationen haben die Forschungsstation auf dem Jungfraujoch für ihre Verdienste in Physik und Chemie ausgezeichnet.

chh
Wurde doppelt ausgezeichnet: Die Forschungsstation auf dem Jungfraujoch.
Wurde doppelt ausgezeichnet: Die Forschungsstation auf dem Jungfraujoch.
Valérie Chatelat

Die Europäische Physikalische Gesellschaft (EPS) und die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) haben die Forschungsstation Jungfraujoch ausgezeichnet. Honoriert werden Verdienste in der Physik und in der Chemie. Dies teilte die SCNAT am Dienstag mit.

Auf 3450 Metern über Meer liegt die international ausgerichtete Forschungsstation Jungfraujoch. Sie steht seit ihrer Einweihung 1931 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt offen. Für die exzellenten Forschungsanlagen und den Pioniergeist wurde die Forschungsstation nun geehrt.

Die Forschenden auf dem Jungfraujoch wollen hoch hinaus. So brachte die hochalpine Forschungsstation bereits mehrere Nobelpreisträger hervor: Patrick Blackett und Cecil Powell perfektionierten hier unabhängig voneinander die Messung kosmischer Strahlungen.

Dafür wurden die beiden Engländer mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet. Dank ihren Erkenntnissen lässt sich heute überwachen, ob Massnahmen zum Schutz der Ozonschicht oder zur Überwachung von Treibhausgasen wirken.

Auch bei der Entschlüsselung der molekularen Struktur des Blutfarbstoffs Hämoglobin führen die Spuren aufs Jungfraujoch. Der Engländer Max Perutz untersuchte die Struktur von Eis und Gletscher. Später wandte er seine Ergebnisse auf Biomoleküle an.

Heute stehen die interdisziplinäre Umwelt- und die Klimaforschung im Zentrum der hochalpinen Forschung. Der Zustand der Atmosphäre und deren Veränderungen werden mit über 100 Parametern auf 3450 Meter Höhe gemessen. Die Messdaten gelangen übers Internet zu den Arbeitsplätzen im Tal.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch