Wengen

Für einmal «gredi ueche» statt «gredi ache»

WengenEin Lauberhornrennen in umgekehrter Richtung? Genau ein solches findet in zwei Monaten bereits zum dritten Mal statt: das Vertical-up.

Die Vertical-up-Athleten bei der Lauberhorn-Premiere am Hundschopf. Am 25. März laufen sie wieder. Es zählt nur ein Gas: Das Vollgas.

Die Vertical-up-Athleten bei der Lauberhorn-Premiere am Hundschopf. Am 25. März laufen sie wieder. Es zählt nur ein Gas: Das Vollgas. Bild: Bruno Petroni

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

1028 Höhenmeter, 4,480 Kilometer Distanz und sowohl am Zielhang als auch am Hundschopf eine je 90 Prozent steile Steigung: Das legendäre Lauberhorn gilt in jeder Hinsicht als extremste aller Weltcup-Abfahrtsstrecken.

Nun gibt es Zeitgenossen, welche diese Strecke nicht etwa als Abfahrt mit Skiern bewältigen, sondern zu Fuss bergauf. Die meisten mit Spikes oder Schneeketten an den Schuhen. Egal was, Hauptsache man ist schnell. Nur Vollgas zählt.

Mit 39:07 Minuten setzte vor zwei Jahren der Tiroler Dominik Salcher anlässlich der Lauberhorn-Premiere schon mal einen Streckenrekord, den zu unterbieten, die Läufer am 25. März Gelegenheit haben werden. Letztes Jahr konnte das Vertical-up nämlich wegen Föhnsturm nur über die verkürzte Distanz mit Ziel bereits beim Hanneggbrüggli durchgeführt werden.

Bis zur Kitzbüheler Streif

Die gesamte Vertical-up-Serie umfasst sechs Rennen. So wurde die diesjährige Vertical-up-Saison am letzten Samstag auf der Weltcupstrecke von Hinterstoder eröffnet. In einer Woche findet das Rennen in Madonna di Campiglio statt, am 27. Januar in Val Gardena und am 17. Februar im Schwarzwälder Todtnau.

Am 24. Februar steigt das Vertical-up an seiner Geburtsstätte, der Kitzbühler Streif: Dort kam dieses verrückte Rennen vor sieben Jahren erstmals zur Austragung. Schliesslich findet das Vertical-up am 25. März zum dritten Mal am Lauberhorn statt.

«Neu dabei ist der Start bereits morgens um 10.30 Uhr», verkündet Rolf Wegmüller. Der Grund: «Am Morgen ist der Schnee noch einiges härter, und die Läufer haben nicht so schweren Schnee wie in den ersten beiden Austragungen, sondern einen harten, griffigen Schneebelag. Kommt dazu, dass wir die Lauberhornstrecke spätestens am Mittag wieder für die Skifahrer freigeben können.»

Anders als bei den übrigen fünf Schauplätzen wird in Wengen nicht abends nach Einbruch der Dunkelheit gestartet, «was nebst dem logistischen Aspekt auch touristisch Sinn macht, denn nachts könnten die Läufer ja unsere prächtige Bergkulisse gar nicht sehen», so Wegmüller.

Die Vertical-up-Serie

Vereinzelte Läufer bestreiten nicht nur ein einzelnes Rennen, sondern die gesamte Tour. Vor zwei Jahren war der Wengener Marcel Gertsch der einzige Schweizer, der dies schaffte; im vergangenen Winter fand auch der Reichenbacher Martin Hefti den Eintrag ins Gesamtklassement der Tour. Um in diesem aufgeführt zu werden, muss ein Läufer mindestens vier Rennen bestreiten.

Der erwähnte Marcel Gertsch gilt denn auch als Initiant des heutigen Vertical-up. Rennleiter Rolf Wegmüller: «Mit Gertsch bin ich vor drei Jahren zusammengekommen, um uns über einen Berglauf über die Lauberhornstrecke zu unterhalten. Wir haben dann gesehen, dass Kitz so ein Rennen bereits durchführt, und die dortigen Organisatoren kontaktiert. Und so hat man sich schnell mal zur Durchführung einer Rennserie gefunden.»

(Berner Oberländer)

Erstellt: 12.01.2018, 09:33 Uhr

Artikel zum Thema

«Raupenpiloten» als Kosmetiker der Rennstrecke

Wenn die Wintersportler ins Tal zurückgekehrt sind, gehört die Skipiste ihnen allein: den Chauffeuren der Pistenfahrzeuge. In der Lauberhornwoche leisten sie Zusatzdienste. Mehr...

Rock-’n’-Roll-Derniere für den Startbar-Wirt

Nach 16 Jahren gibt Beni Scheiber die operative Führung der Startbar auf der Lauberhornschulter ab. Sein Nachfolger Michael Lehmann will das Konzept weiterführen. Morgen ist Stimmung angesagt. Mehr...

In Rekordzeit: Das Zelt am Lauberhorn steht wieder

Wengen Zeltbau in Rekordzeit am Lauberhorn: Nur 36 Stunden nachdem der Föhnsturm das 50 Meter lange VIP-Zelt unterhalb der Minschkante völlig zerstört hatte, stand an gleicher Stelle ein Ersatzzelt. Mehr...

Kommentare

Blogs

Mamablog Unsinniges Influencer-Bashing

Geldblog So profitieren Sie bei der Pensionierung doppelt

Service

Von Kino bis Festival

Finden Sie hier die schönsten Events in unserer Region.

Die Welt in Bildern

Explosive Abrüstung: An der Grenze zwischen Süd- und Nordkorea werden die Bewachungsposten abgebaut. (15. November 2018)
(Bild: Jung Yeon-je/Getty Images) Mehr...