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Gaukler auf Top-Niveau in Interlaken

Fliegende Feuerfackeln, rauchende Füsse und Spagat auf dem Seil: Auch am 15. Internationalen Gauklerfest war die Rosenstrasse Bühne für tolle Strassenkunst aus aller Welt.

Spektakulär: Die Flying Dutchmen Michiel Hesseling (l.) und Jean-Michel Paré warfen einander, auf Hochrädern balancierend, brennende Fackeln zu.
Spektakulär: Die Flying Dutchmen Michiel Hesseling (l.) und Jean-Michel Paré warfen einander, auf Hochrädern balancierend, brennende Fackeln zu.
Monika Hartig
Verrenkt: Schlangenfrau Anaëlle Molinario aus Frankreich.
Verrenkt: Schlangenfrau Anaëlle Molinario aus Frankreich.
Monika Hartig
Ladyclown Muruya aus Argentinien lässt, auf dem Seil balancierend, Ringe kreisen.
Ladyclown Muruya aus Argentinien lässt, auf dem Seil balancierend, Ringe kreisen.
Monika Hartig
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Die Topstars der Strassenkünstlerszene, die Flying Dutchmen, eröffneten am Freitag das 15. Internationale Gauklerfest in Interlaken. Es war extrem heiss, die Bänke in der Rosenstrasse noch fast leer. Mit Peitschenknallen und frechen Sprüchen lockten der Jongleur Michiel Hesseling (Niederlande) und der ­kanadische Einradvirtuose Jean-Michel Paré Zuschauer an. Das Duo zeigte geniale Balltricks, Jonglierkünste und ihr Meisterstück: Gefährlich auf meterhohen Hochrädern balancierend, warfen sie einander brennende Fackeln zu.

Schlangenfrau und Ladyclown

Mit französischem Charme zeigte Schlangenfrau Anaëlle Molinario unglaubliche Verrenkungen: Im Unterarmstütz bog sie ihr Rückgrat so durch, dass sie mit den Füssen, die eine brennende Zigarette hielten, bis vor ihr Gesicht kam. Und liess danach anmutig leicht Hula-Hoop-Reifen kreisen. Eine explosive Show bot Muruya aus Argentinien. Die Ladyclown mit wilder Lockenmähne, im Gipsy Look, faszinierte mit Kapriolen auf dem Seil wie etwa Purzelbäumen oder einem Spagat.

Mit dreistündiger Verspätung wegen Regen ging das Festival am Samstag weiter. Eine riesige Menschenmenge scharte sich jeweils um die Künstler. Für begeisterte Stimmung sorgte die Show des Argentiniers Manic Freak, der sich erst einmal bis auf die Unterwäsche auszog, bevor er sein Bühnenoutfit anlegte. Manic Freak bezog mit verschmitztem Humor Zuschauer mit ein. So fuhr er etwa, einen Mann auf den Schultern, eine Runde auf einem winzigen Velo. Das Publikum lachte Tränen.

Magische Hände und streitende Wandervögel

Danach präsentierte Manic Freak waghalsige Akrobatiknummern: Er balancierte im Handstand in luftiger Höhe auf gestapelten Stühlen, assistiert von einer Zuschauerin. Dazu sang er mit Inbrunst auf Italienisch, untermalt von Play-back-Musik.

Als Tausendsassa mit geradezu magischen Händen erwies sich Künstler Mantega, der Mann in Grün. Ohne Worte zeigte er dem Publikum, wie sein Wonderdrink ihn schlauer, stärker, und schneller macht. Dazu trommelte er sich wie Tarzan auf die Brust. Im Takt zu temporeicher Musik jonglierte Mantega mit Keulen, Macheten, Eiswürfeln oder Flüssigkeiten und verblüffte mit höchster Präzision.

Die Wandervögel Sepp und Roli waren mit ihrem Containerfahrzeug Margrit angereist. Die liebenswerten Chaoten turnten mit viel Klamauk auf und in dem Blechmobil herum, stritten sich auf Schweizerdeutsch über die Wanderroute und simulierten, unter Einsatz von eimerweise Wasser, eine Seereise mit hohem Wellengang.

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