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Gefängnis und Geldstrafe für Drogendealer

Einer von drei Männern, die wegen Drogendelikten und weiterer Straftatbestände vor Gericht standen, ist zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der 29-jährige Hauptbeschuldigte hatte behauptet, einen grossen Teil des erworbenen Kokains und Marihuanas selber konsumiert zu haben, da er schwer drogensüchtig gewesen war. Das Regionalgericht Oberland in Thun hatte nun zu entscheiden, ob von der Menge und der Reinheit her die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz mehrfach und mengenmässig qualifiziert begangen worden seien. Das Dreierkollegium kam aufgrund von Aussagen der Mittäter und eines Abnehmers zum Schluss, dass dem so sei.

Mit dem Tode bedroht

Der Beschuldigte hatte aber noch mehr auf dem Kerbholz. Es konnten ihm drei mit Mittätern begangene Diebstähle in Thun, einhergehend mit Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch, angelastet werden. Schliesslich legte er sich in einem Thuner Nachtlokal in betrunkenem Zustand mit dessen Betreiber an, drohte ihm mit dem Tod, beschimpfte ihn und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht.

Wegen all dieser Straftatbestände wurde er zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten, zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 10 Franken und zu einer Übertretungsbusse von 200 Franken verurteilt. Die Untersuchungshaft von 278 Tagen sowie die Ersatzmassnahmen (stationäre Behandlung in der Klinik Selhofen) im Umfang von 313 Tagen werden angerechnet. Der Verurteilte geht in den vorzeitigen Strafvollzug zurück, den er am 25. November 2016 angetreten hat.

Der Staatsanwalt hatte eine Freiheitsstrafe von 34 Monaten (und nicht 44 Monate, wie es in der gestrigen Ausgabe fälschlicherweise stand) beantragt. Daneben hat der Mann die Verfahrenskosten von 26'726 Franken zu tragen. «Strafverschärfend wirken sich die Vorstrafen aus», sagte Gerichtspräsidentin Eveline Salzmann unter anderem bei der Urteilsbegründung. In einem Fall wurde das Verfahren wegen Verjährung eingestellt und in drei Fällen erfolgte ein Freispruch.

Hohe bedingte Geldstrafe

Der Zweite im Bunde, ebenfalls 29-jährig, wurde auch wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach mengenmässig und qualifiziert begangen, verurteilt. Seine Delikte betrafen den Transport, den Kauf und Verkauf von reinem Kokain. Hinzu kamen Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Er wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 21 Monaten bei einer Probezeit von drei Jahren verurteilt. Die Untersuchungshaft von 120 Tagen wird auf die Freiheitsstrafe angerechnet. Im Weiteren hat er die Verfahrenskosten von 14'933 Franken zu bezahlen.

Am glimpflichsten davon kam der dritte Beschuldigte (41), welcher Kokain und Marihuana lediglich an Lagerung genommen und auch konsumiert hatte. Er wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 120 Franken, ausmachend 10'800 Franken, bei einer Probezeit von zwei Jahren, verurteilt. Ferner hat er eine Übertretungsbusse von 100 Franken und Verfahrenskosten von 3100 Franken zu bezahlen.

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Sie können innert zehn Tagen angefochten werden.

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