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Gegen den Dumpingtrend

Er kritisiert den Dumpingtrend der Bergbahnen und will Adelboden, Lenk und Gstaad «zum Super-Skiresort» verbinden. Immobilienkönig Marcel Bach referierte zum Thema «Bergbahnen wohin?».

Der Saal vom Landhaus Saanen füllte sich mit knapp 300 Zuhörern. Marcel Bach, oft als Im­mobilienkönig bezeichnet, lud zu «Bergbahnen wohin?». Der Unternehmer Bach ist an zu vielen Projekten beteiligt, als dass ihn die Situation der Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) nicht auch beschäftigen würde. «Ich spreche als Privatmann», betonte er, «ich werde schonungslos Themen präsentieren, die nicht allen gefallen.» Für 60 Minuten legte er in Mundart los.

Ziel sind lachende Gäste

Das meiste war Istanalyse der Destination mit dem Ziel «machen wir alles für glückliche, lachende Gäste»: «Im Saanenland sind Natur und Landschaft wichtigste Trümpfe. Schade, blockieren wir Infrastrukturen wie das Spital.» Beste Rahmenbedingungen gilt es für die Privatschulen Kennedy School und Le Rosey zu schaffen. Unverständnis hat er für «Expertenergüsse» wie die Ganzjahresstrategie Gstaad.

«Wenn wir 240 Tage attraktive Saison bieten, dürfen wir auch zu 120 Tagen Zwischensaison stehen.» Für Marcel Bach können Leistungsvereinbarungen kon­traproduktiv sein, wenn diese mit zu viel Barem unterlegt sind und Eigeninitiative blockieren. «Bedeutend ist gutes Marketing.» Hier wünscht sich Marcel Bach ein viel kleineres, schlagkräftiges Team und mehr Zusammenarbeit mit Agenturen. Er sprach aus dem Herzen aller Zuhörerinnen und Zuhörer, dass Gemeinde, BDG und Gstaad-Saanenland Tourismus (GST) besser untereinander kommunizieren sollten.

Hart kritisierte Marcel Bach den Dumpingtrend der Bergbahnen, den sogenannten Saas-Fee-Effekt. Als Glacier-3000-Präsident, der die Bahn künftig an 355 Tagen laufen lässt, ist es für ihn «unverständlich, dass beim neuen Berner Oberländer Saisonabo Gstaad Bergbahnen und Glacier 3000 getrennt sind. Da hat Bergbahnendirektor Matthias In-Albon schwach verhandelt.»

Den Fokus legt Bach nach wie vor auf «Gstaad is a Ski Resort», wo klassische Musik und die vielen Events dem Ski untergeordnet seien. Bei den Bergbahnen sollen Wispile, Wasserngrat und der Sektor West starke «Boutiqueberge» sein. «Wenn Dritte das Rellerli erhalten wollen, sollen sie.»

Vision Zusammenschluss

«Im Sektor Ost mit Zweisimmen, Saanenmöser, Schönried und St. Stephan geht es nun darum, ob wir die Schlacht gewinnen oder verlieren.» Sehr rasch, schon im 2019, will Unternehmer Marcel Bach die Beschneiung bis St. Stephan. Und dann weckte er Sehnsucht für den Shuttlebus, der ab 2019 alle 15 Minuten von St. Stephan an die Lenk fährt. «Verbinden wir Adelboden, Lenk und Gstaad zum Super-Skiresort!»

Die Diskussion benützten elf Personen. Die meisten dankten. Freunde des Rellerli betonten, wie sehr ihnen eine Win-win-Situation mit den neuen Besitzern der Bergstation am Herzen liegt. Keine Antwort gab es auf die Frage «Wer setzt diese vielen Wünsche um?». Zur Wintervorfreude paarte sich der Wille zur Kommunikation des Saaner Gemeindepräsidenten Toni von Grünigen und von BDG-Präsident Heinz Bach. Am Schluss siegte – wie so oft – das Prinzip «Hoffen wir auf einen starken Winter!».

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