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Sabina Stör legt Amt im März nieder

Aus beruflichen Gründen tritt Sabina Stör aus dem Interlakner Gemeinderat zurück.

Sabina Stör setzt auf den Beruf und verlässt den Kleinen Gemeinderat.
Sabina Stör setzt auf den Beruf und verlässt den Kleinen Gemeinderat.
Archiv/BO

Als 29-Jährige rutschte Sabina Stör im Januar 2010 für die SP in den Kleinen Gemeinderat lnterlaken nach. Zehn Jahre später tritt die Ressortleiterin Hochbau aus der Interlakner Exekutive aus. «Im Rahmen meiner mehrjährigen Weiterbildung beginnt im kommenden Jahr mit dem Schreiben einer Masterarbeit die entscheidende Phase, und deshalb habe ich mich entschieden, mich auf den Beruf zu konzentrieren», begründet Stör auf Anfrage ihre Demission.

«Eine spannende Zeit»

In ihrem Rücktrittsschreiben an die Medien streicht sie unter anderem «die spannende Zeit mit interessanten Begegnungen, herausfordernden Fragestellungen und vielen Mitgestaltungsmöglichkeiten» heraus. Sowohl in ihrer Tätigkeit bei den Industriellen Betrieben Interlaken (IBI) als auch im Ratsressort und im Gesamtgemeinderat habe sie in «konstruktiver und vertrauensvoller Atmosphäre mit engagierten Personen zusammenarbeiten dürfen».

Dieses Engagement habe aufgrund des Milizsystems auch seinen Preis: Die Vereinbarkeit mit dem Beruf und dem Privatleben erfordere viel Planung und einiges an Verzicht. Weiterhin tätig sein wird Sabina Stör als Schulsozialarbeiterin in Matten und Leiterin der Schulsozialarbeit (SSA) Bödeli. Stör stand von 2010 bis 2016 dem Gemeindeunternehmen der Industriellen Betriebe Interlaken vor und führte den Verwaltungsrat der Industriellen Betriebe. Nach der Behördenreorganisation übernahm sie 2017 das Ressort Hochbau mit dem Präsidium in der Baukommission. Daneben vertritt sie weiterhin den Gemeinderat im Verwaltungsrat der Industriellen Betriebe Interlaken, jedoch nicht mehr als Verwaltungsratspräsidentin. Seit Mai 2016 ist Sabina Stör die einzige Frau im Kleinen Gemeinderat.

Interlakens Gemeindepräsident und Störs Parteikollege Urs Graf bezeichnet seine scheidende Ratskollegin als «verdiente und ganz starke Gemeinderätin». Sie habe nicht nur im Hochbau «grosse Projekte vorangebracht», sondern es sei zu einem wesentlichen Teil ihr Verdienst, dass die IBI zur Aktiengesellschaft wird, sagte Graf.

Nachfolge bis Ende Jahr klar

Wer künftig Stör im Kleinen Gemeinderat ersetzt, ist derzeit offen. Als Nächstes sollen die Ersatzleute der SP-Gemeinderatsliste von 2016 angefragt werden. «Es stehen noch einige formelle Abklärungen an, jedoch können wir sicher bis Ende Jahr die Nachfolge klären», sagt SP-Vorstandsmitglied und Fraktionssprecher im Grossen Gemeinderat, Hans Romang. Gemäss dessen Aussage stehen mit Alfred Schenk, Dimitri Rougy, Yvonne Häsler und seiner Person vier Kandidaten auf der Liste – aber nur noch deren drei auf dem Kandidatenkarussell. «Zu meiner Person kann ich nur sagen, dass ich nicht zur Verfügung stehe», sagt Romang.

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