Gemeinderat unterstützt Studie

Grindelwald

Eine Studie soll die Bedeutung von Zweitwohnungen für Tourismus­gemeinden aufzeigen. Grindelwald beteiligt sich.

Grindelwald wird sich mit 4000 Franken an der Studie beteiligen.

Grindelwald wird sich mit 4000 Franken an der Studie beteiligen.

(Bild: Fritz Lehmann)

Samuel Günter@samuel_guenter

Grindelwald beteiligt sich an einer Studie über die Bedeutung von Zweitwohnungen für Tourismusgemeinden. Dies entschied der Gemeinderat an seiner Sitzung am Dienstag. Die Studie soll die Stimmung der Zweiwohnungsbesitzenden respektive Zweitheimischen in Tourismusdestinationen und daraus mögliche Schlussfolgerungen für die Tourismuspolitik aufzeigen. Das Projekt soll die aktive Mitarbeit, aber auch die Ausübung von Rechten und Pflichten von Zweitwohnungsbesitzern fördern und die Transparenz in dieser Angelegenheit verbessern.

Grindelwald wird sich mit 4000 Franken an der Studie beteiligen. 1400 Franken kommen von der Gemeinde, 1300 von Grindelwald Tourismus und 1300 Franken vom Verein der Chalet- und Wohnungsbesitzer. Laut Gemeindepräsident Christian Anderegg betragen die Gesamtkosten 200 000 Franken. Darin seien auch Eigenleistungen enthalten. Für Grindelwald umfassen diese neben dem eigentlichen Beitrag interne Kosten für Abklärungen, Zahlenmaterial und Reisen zu Workshops.

Federführend sei die Allianz Zweitwohnungen, unterstützt vom Staatssekretaritat für Wirtschaft Seco. Die Studie soll sechs Tourismusdestinationen untersuchen: drei in Graubünden und die Ortschaften Engelberg, Wengen und Grindelwald. Entsprechende Befragungen und Workshops sollen schon bald starten, erklärt Anderegg. Erste Resultate erwartet er kommendes Jahr.

Erschliessung und Turnhalle

Weiter befand der Gemeinderat über das Vorgehen bei der Zonenplanänderung «An der Egg». Dabei geht es um den Versuch, eine Parzelle zu bebauen, die in der letzten Ortsplanungsrevision der Wohnzone zugeteilt wurde. Allerdings scheiterten verschiedene Projekte an der Wintererschliessung, wie Gemeindepräsident Anderegg erläutert. Jüngstes Vorhaben sei ein Tunnel, dazu wären aber Umzonungen nötig. Das Projekt stosse bei den kantonalen Ämtern auf wenig Gegenliebe.

Anderegg hält fest, dass es in Grindelwald verschiedene Liegenschaften gebe, bei denen die Erschliessung im Winter ein­geschränkt sei. «Darauf müssen sich die Bewohner einstellen.» Der Gemeinderat entschied, das Umzonungsverfahren ab­zubrechen.

Auch in den Neubau der Doppelturnhalle soll Bewegung kommen. Der Gemeinderat beauftragte die heimische Archidee GmbH, für 86 400 Franken ein Vorprojekt zu erarbeiten. Anderegg will an der Gemeindeversammlung vom 1. Dezember über den Stand des Projekts infor­mieren.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt