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Gnadenloses Rocken im Oberland

Die 7. Ausgabe des Mannried-Open-Airs hatte es in sich: Die deutsche Thrash-Metal-Legende Thomas Such (Onkel Tom), das Krokus-Urgestein und viele mehr vermochten zu begeistern.

Der einheimische Adrian Zeller spielte mit seiner Band Granit schnörkellosen Hardrock.
Der einheimische Adrian Zeller spielte mit seiner Band Granit schnörkellosen Hardrock.
ksm-fotografie

Zwölf handverlesene Bands aus dem In- und Ausland, von Symphonic Metal (Deep Sun, CH) über Melodic Metal (Crystal Ball, CH), Hardrock (Granit, CH), Folk-Deathmetal (Hedera, CH) bis hin zu Rockshit (Crossplane, D) und Ass Kickin Rock ’n’ Roll (Bad Ass Romance, CH), verwandelten am Wochenende den lauschigen Turnplatz in Mannried zum grössten Headbanger- und Metalfestival im Simmental und sorgten für ein abwechslungsreiches Programm.

Die Stimmung war fantastisch, der Sound war laut, und nicht nur die zahlreichen Besucher, sondern auch die Musiker waren ­einmal mehr vom gemütlichsten Heavy-Metal-Open-Air im Oberland begeistert.

Das Oberland rocke gnadenlos, freuten sich die Altrocker von Bad Ass Romance um Krokus-Gitarrist Fernando von Arb, und Onkel Tom alias Thomas Such, der am letzten Wochenende noch am Wacken-Open-Air in Deutschland spielte, fand das Publikum in Mannried wohl etwas kleiner, aber mindestens genauso toll. Für den gelungenen Schlusspunkt eines Festivals mit Legendenpotenzial sorgte die Schweizer Iron-Maiden-Coverband Eddie’s Beast.

Beitrag zur kulturellen Vielfalt

Neben Bands und Fans zeigen sich am Ende der Veranstaltung auch die Organisatoren von MOA-Events glücklich und ziehen gemäss Sandro Mühlemann ein «rundum zufriedenes Fazit». Dass das Mannried-Open-Air im Simmental einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in der Region leistet, ist für Jules van Enckevort von «Kultur Region Obersimmental – Saanenland – Pays d’Enhaut», der sich unter die Zuschauer gemischt hatte, unbestritten.

Enckevort lobt die Organisation genauso wie das technische Können der Musiker. Heavy Metal sei für ihn wie Jazz ein Nischenprodukt in der Musikszene, das zu fördern sich lohne. So unterstütze sein Verein das Mannried-Open-Air schon seit Jahren «mit einem ansehnlichen Betrag».

Es sei hier erwähnt, dass das Mannried-Open-Air durchwegs einen sauberen und gepflegten Eindruck machte. Abfall wurde durchgehend von fleissigen Helfern eingesammelt und die Toi-Tois regelmässig gereinigt.

Nachher ist vorher

Etwas wehmütig tröstet sich die eingeschworene Fangemeinde am Fuss des Mannenbergs damit, dass nach dem Festival schliesslich schon wieder vor dem Festival ist und dass für die nächste Ausgabe des kleinen, aber feinen Festivals bereits einige Bands gebucht sind. Besucher, die eigens für die Band Jaded Heart (S/D) aus dem Aargau angereist waren, liessen sich vom Zauber des «wohl gemütlichsten Open-Airs aller Zeiten» entzücken und versprachen, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

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