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Grossandrang am Kickklamauk

62 Jahre nach der Premiere wurde am Wochenende in Spiez das Kostüm-Grümpelturnier ausgetragen. Der beim Publikum beliebte Wettbewerb bedarf neuen Schwungs.

Das Team «Schmatz Schmatz Spiuplatz» nahm das Treiben in der Bucht aufs Korn. Dem Publikum auf der Moosmatte gefiel es.
Das Team «Schmatz Schmatz Spiuplatz» nahm das Treiben in der Bucht aufs Korn. Dem Publikum auf der Moosmatte gefiel es.
Jürg Spielmann

«Die schönste Bucht Europas mit dem mickrigsten Spielplatz der Welt»: Die kostümierten Kickerinnen und Kicker am Grümpelturnier des Fussballclubs Spiez pflegen die Pointen in ihren Kurzshows auf den Punkt zu bringen. Bevorzugt provokativ. So tat dies auch das Mixed-Team «Schmatz Schmatz Spiuplatz»: Der gefrässige Borkenkäfer hatte dem hölzernen Klettergerüst des Bucht-Spielplatzes arg zugesetzt. So sehr, dass dessen Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte.

Und da der Kreditantrag für eine Neuanlage, noch unterzeichnet von Alt-Gemeindepräsident Franz Arnold, per Schneckenpost angeliefert wurde, ist den Kindern am See nun nicht mehr nach Klettern zumute. Auch wurde bekannt, dass dort – wegen des Lärms – zwischen 12 und 13 Uhr nur noch mit Noten statt «Münz» bezahlt werden darf. Und eine günstige Buchtseilbahn-Alternative mit alten «Eier-Gondeln» vom Zweisimmer Rinderberg gefunden wurde … Diese etwas andere Sicht auf die Bucht trug dem Team den Sieg in der Kostümwertung ein.

Die 62. Turnierausgabe war eine ebenso fröhliche wie gewohnt bierselige Angelegenheit. 55 Teams, 10 davon am Firmenturnier vom Freitag, spielten mit Verve und Elan um Punkte und Pokale. Augenfällig wenige taten dies indes kostümiert, was von vielen Besucherinnen und Besuchern bedauert wurde. Der einst so stolze Bewerb mit eigenem Umzug durch das Dorf bedarf einer Frischzellenkur, soll er nicht bald schon ein Fall für die Geschichtsbücher sein. «Es wäre natürlich schön, würden künftig wieder mehr Mannschaften mit einem Kostümsujet mitmachen», sagt OK-Chef Patrick Baumer. Er will das Thema denn auch auf die Traktandenliste setzen. Ansonsten zieht er zum Anlass eine durchwegs positive Bilanz.

Trotzdem werden sich auch Unfallversicherer noch mit dem Traditionsturnier befassen müssen: In der Hitze des (Fussball-)Gefechts dürften ein Kreuzband lädiert und eine Nase gebrochen worden sein – beides ohne jede Absicht des Gegners, wie am Spielfeldrand zu vernehmen war. Abseits des Moosmatte-Rasens soll es zu keinerlei nennenswerten Zwischenfällen gekommen sein.

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