Grosse Halle für die Tischfussballer

Mitglieder des Tischfussballclubs Simmental nahmen in Bern an der ersten Schweizer Meisterschaft teil, seit Tischfussball von Swiss Olympics offiziell als Sport anerkannt ist.

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Seit dem 1. Januar 2018 ist die Swiss Tablesoccer Federation Mitglied von Swiss Olympic, und somit ist das ­«Töggelen» jetzt ein offiziell anerkannter Sport. Und bereits am 3. und 4. Februar fanden die Swiss Foos Finals in Bern statt, mit Turnieren für nicht lizenzierte Spieler und mit der Swiss Championship. Mit dabei im Kampf um die ersten Schweizermeister-Titel, seit Tischfussball eine offizielle Schweizer Sportart ist, waren Mitglieder des Tischfussballclubs Simmental.

«Wir wollen die Sportart bekannter machen», sagt Clubpräsident Christian Hodler am Samstag in Bern. In der riesigen Wankdorf-Sporthalle, wo 2013 Wacker Thun seine Champions-League-Heimspiele ausgetragen hatte, waren die 2010 Tribünenplätze gähnend leer. Was sich natürlich auch dadurch erklären lässt, dass man von der Tribüne aus ein Fernrohr gebraucht hätte, um die Spiele zu verfolgen. Das einzelne Spielfeld war ja nur 120 Zentimeter lang und 68 Zentimeter breit. Und es gab 36 Tischspielfelder in verschiedenen Abteilen auf dem Dreifachturnhallenboden. Teilgenommen haben am Event rund 300 Spieler.

Man kennt sich in der Szene, sodass es leicht war, Christian Hodler in der Riesenhalle zu finden. Typisch für die Simmentaler Tischfussball-Cracks ist das Signet auf dem Shirt: Es sieht aus wie der Filmpreis-Oscar, ist aber natürlich einer dieser Kunststofffussballer auf Stangen, die dem Sportgerät in der Schweiz den netten Namen Töggelikasten eingebracht haben. Das Logo war in der Sporthalle oft anzutreffen: Von den 24 Doppel-Teams, die sich für die Swiss Championship der Herren qualifiziert haben, bestanden fünf aus Mitgliedern des TSC-Simmental, von den zwölf Damenteams gehörten drei dem TSC Simmental an.

Zuschauertribünen gabs bei den Tischfussballtischen, und bei spannenden Matches waren sie besetzt. Bereits in der Vorrunde gabs für Florian Kunz und Christian Hodler Publikum, als sie gegen das spätere Siegerteam Hannes Wallimann/Reto Salzgeber spielten. Salzgeber verliess für das Spiel kurz seinen Speakerposten. Aufgefallen: Wallimanns Schusstechnik war so ausgefeilt, dass der Weg des Balls ins Tor nicht zu sehen war. Kunz und Hodler konnten aber trotzdem eines der drei Spiele für sich entscheiden.

Ganz nach vorn hat es den Simmentalern dann im Lauf des Samstages – gestartet wurde pünktlich um 9 Uhr, die Finals fanden um 20.15 Uhr statt - nicht gereicht. Sie kamen auf den fünften Platz. «Wir sind mit dem Resultat zufrieden», sagte Kunz. Etwas weniger gut lief es den Damen, auf die der TFC Simmental gehofft hatte. Spielerin Ramona Siegenthaler war aber nicht nur Meisterschaftsteilnehmerin, sondern am Event auch zuständig für Food and Beverage, hatte wenig Helfer und viel zu schleppen, was nicht unbedingt förderlich für das Feingefühl in den Händen war, die beim sportlichen Tischfussballspiel ausschlaggebend ist. «Wenn so etwas organisiert wird, ist es wichtig, mitzuhelfen», sagte sie. (Berner Oberländer)

Erstellt: 05.02.2018, 17:04 Uhr

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