Grosse und kleinere Baustellen

Grindelwald

Die Gemeinde Grindelwald lässt sich in Sachen Infrastrukturanlagen im Grund beraten, damit nötige Sanierungen im Rahmen der Grossbaustelle für die V-Bahn ausgeführt werden können.

Öffentliche und private Infrastrukturanlagen im Grund werden im Rahmen der V-Bahn-Arbeiten begutachtet und angepasst.<p class='credit'>(Bild: Anne-Marie Günter)</p>

Öffentliche und private Infrastrukturanlagen im Grund werden im Rahmen der V-Bahn-Arbeiten begutachtet und angepasst.

(Bild: Anne-Marie Günter)

Etliche der Tiefbaugeschäfte, welche der Grindelwalder Gemeinderat in seiner Sitzung vom 7. August beraten hat, hängen mit den V-Bahn-Grossbauten in Grindelwald-Grund zusammen. Er sprach Kredite für die Zustandsaufnahme und die Planung von Sanierungsmassnahmen zur Kanalisation im Perimeter Grund, wobei auch private Anschlüsse untersucht werden.

Freigegeben wurde auch ein Kredit zur Ergänzung der Hydrantenleitung Rothenegg zur Ringleitung. Im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutzprojekt der Schwellengemeinde Grindelwald wird die Hydrantenleitung Loch-Lütschifuhren neu statt über Kulturland über den Engelshausweg geführt, der saniert wird.

Während das Projekt V-Bahn auf allen Ebenen zügig vorangetrieben wird, sind in Grindelwald auch kleinere Baustellen geplant: Der Gemeinderat bewilligte oder begutachtete verschiedene private Projekte von der Umnutzung eines Hühnerstalls über den Anschluss von drei Alphütten der Bergschaft Grindel an die Kanalisation bis zum Neu- und Umbau von Einfamilienhäusern.

Platz für Geschiebe

Nachdem die Schwarze Lütschine 2009 und 2011 enorm viel Geschiebe mitgeführt hatte, wurden als Notmassnahmen die Dämme erhöht und eine Deponie im Locherboden errichtet. Aktuell liegt auf der Gemeindeverwaltung die Überbauungsordnung Deponie Locherboden auf.

«Es darf nur Material aus den Bächen dort deponiert werden.»Gemeindepräsident Christian Anderegg zur Deponie im Locherboden

Auf einer Fläche von 80'000 Quadratmetern Landwirtschaftsland in der Talsohle längs der Lütschine bis zum Auengebiet in Erlen und zum Holzfernheizwerk ist eine Deponie vorgesehen. «Es darf nur Material aus den Bächen dort deponiert werden», sagt Gemeindepräsident Christian Anderegg.

Die Deponie, auf der insgesamt für 420'000 Kubikmeter Geschiebe Platz finden, wird sowohl für die lokale Geschiebebewirtschaftung genutzt als auch als möglicher Deponieplatz für ein grosses Geschiebeaufkommen infolge von nicht vorhersehbaren Naturereignissen. «Im Moment hält sich unsere Bergwelt überraschend still», sagt Anderegg.

Ruhig ist es auch bei der rissigen Schlossplatte beim Unteren Grindelwaldgletscher, deren Bewegungen diesen Sommer genau überwacht werden.

Berner Oberländer

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