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Grünes Licht für Schiffländte-Bau

Der Leissiger Souverän sagte an der Gemeindeversammlung Ja zum Nachkredit für die Schiffländte und wählte Markus Steuri in den Gemeinderat.

Leissigens Gemeindepräsidentin Erika Jost mit dem neu gewählten Gemeinderat Markus Steuri (l.) und dem neuen Mitglied der Kommission für Sicherheit, André Bucher.
Leissigens Gemeindepräsidentin Erika Jost mit dem neu gewählten Gemeinderat Markus Steuri (l.) und dem neuen Mitglied der Kommission für Sicherheit, André Bucher.
Monika Hartig

Mit grossem Mehr sagten die 84 Stimmberechtigten von Leissigen am Freitag Ja zum Nachkredit von rund 63000 Franken für den Bau der Schiffländte. Zuvor hatten Claude Merlach, Direktor BLS Schifffahrt AG, und Bauherrenbegleiter Ueli Rüegsegger die Geschichte und Baupläne der Ländte erläutert.

Gemeinderätin Laetitia Müller fand, die Ländte sei eine Chance für das touristische Angebot des Orts. Beat Schneider vom Verein Schiffländte Leissigen berichtete, dass inzwischen wieder über 10'000 Franken Spenden eingegangen seien. Merlach informierte auf Anfrage, dass die Ländte Eigentum der BLS sei. Die Bauarbeiten sollen im Februar 2020 beginnen. Anfang Mai 2020 will man die Ländte in Betrieb nehmen.

Steigende Einwohnerzahlen

Finananzverwalterin Franziska Leuenberger erläuterte das Budget 2020: «Leissigens Bevölkerungszahl wird zunehmen.» Im Frühjahr 2020 werde das gewaltige Projekt Anschluss an die ARA-Region Interlaken abgeschlossen. Für den Gesamthaushalt ist ein Aufwand von 5'672'504 Franken bei einem Ertragsüberschuss von 116'217 Franken budgetiert. Der allgemeine Haushalt soll mit 4'961'951 Franken Aufwand und Ertrag ausgeglichen abschliessen.

Die Spezialfinanzierungen schlagen mit 710'553 Franken zu Buche. Für 2020 sind Investitionen von insgesamt 2'477'000 Franken vorgesehen, die Finanzlage ist angespannt. Der Gemeinderat beantragte, die Steueranlage auf 1,9 Einheiten und die Liegenschaftssteuer auf 1,5 Promille des amtlichen Werts festzusetzen. Einwohner Urs Ringgenberg beantragte, die Liegenschaftssteuer auf 1,2 Promille herunterzusetzen, was die Stimmbürger mit 43 Nein bei 30 Ja ablehnten.

Mit grossem Mehr winkte der Souverän das Budget 2020 sowie die Festsetzung von Steueranlage und Liegenschaftssteuer durch. Mit deutlichem Mehr genehmigten die Stimmbürger die Änderung des Organisationsregelements für das öffentlich-rechtliche Unternehmen Forstbetrieb Thunersee-Suldtal.

Steuri kommt für Balmer

Als Ersatz für Gemeinderat Markus Balmer, der ehrenvoll verabschiedet wurde, stellten sich Karin Schnellmann und Markus Steuri vor. Mit 61 von 83 gültigen Stimmen wählte der Souverän Steuri für die Amtszeit vom 1.1. bis 31.12.2020 in den Gemeinderat. André Bucher ist neues Mitglied der Kommission für öffentliche Sicherheit.

«Ich bin angetreten in einer schwierigen Situation, mit vielen neuen Projekten und Sanierungen.»

Erika Jost

Unter Varia berichtete Gemeinderat Markus Pörtig, dass der Kanton die Verbindungsleitung Meielisalp-Bühlweg mit 30 Prozent der Kosten subventioniert. Gemeindepräsidentin Erika Jost zog Bilanz nach über 100 Tagen im Amt: «Ich bin angetreten in einer schwierigen Situation, mit vielen neuen Projekten und Sanierungen.»

Einsprache ist hängig

Betreffend die Situation Bahnanschluss / Bus Leissigen lobte Jost die konstruktive Zusammenarbeit von Gemeinderat und Verein IG Leissigen Futura, besonders hinsichtlich der Kreuzungsstelle.

Eine 20-seitige Einsprache der Gemeinde gegen das BLS-Projekt «neue Streckenführung» ist beim Bundesamt für Verkehr hängig. Als erster Schritt ist es nun an der BLS, mit den Ein-sprechenden in ausseramtlichen Gesprächen Lösungen zu suchen.

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