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Munitionsdepot Mitholz: Hausbesitzer wollen mitreden

Bei der Aufarbeitung des ehemaligen Munitionsdepots Mitholz schliessen sich Liegenschaftsbesitzer zusammen. Und die Arbeitsgruppe soll Mitte August erstmals tagen.

Eine Untersuchung ergab: Die Bomben im Felsen sind immer noch voll sprengfähig.
Eine Untersuchung ergab: Die Bomben im Felsen sind immer noch voll sprengfähig.
Beat Mathys
Unterhalb dieser Felswand liegt die noch immer explosionsfähige Munition begraben.
Unterhalb dieser Felswand liegt die noch immer explosionsfähige Munition begraben.
Beat Mathys
Guy Parmelin steht den Medien Rede und Anwort.
Guy Parmelin steht den Medien Rede und Anwort.
Bruno Petroni
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Ende Juni hat das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) den Gemeinderat und die Bevölkerung von Mitholz völlig überraschend über neue Erkenntnisse zum ehemaligen Munitionslager Mitholz informiert.

Im Stollen Mitholz besteht demnach ein höheres Risiko für weitere Explosionen von Munitionsrückständen als bisher angenommen (wir haben berichtet). Sofortmassnahmen für die lokale Bevölkerung müssten keine getroffen werden. Jedoch schliesst das VBS sowohl die Truppenunterkunft wie auch das Lager der Armeeapotheke sofort.

Arbeitsgruppe tagt bald

Experten empfehlen, Massnahmen zur Risikosenkung zu erarbeiten. Dafür hat der Bundesrat das VBS mit der Bildung einer Arbeitsgruppe beauftragt und in Brigitte Rindlisbacher deren Leiterin bestimmt.

Die Arbeitsgruppe hat insbesondere den Auftrag, weitergehende Untersuchungen wie etwa ein geologisches Gut­achten vorzunehmen, konkrete Massnahmen zur Senkung des Risikos für die Umgebung zu prüfen oder rechtliche Folgen zu klären. Die Gemeinde hat die Möglichkeit, ein Mitglied der Arbeitsgruppe zu stellen, der Gemeinderat hat diese Aufgabe seinem Präsidenten Roman Lanz übertragen.

Die erste Sitzung der Arbeitsgruppe wird Mitte August in Bern stattfinden. Der Gemeinderat hat zur Kenntnis genommen, dass sich die Liegenschaftseigentümer in Mitholz zu einer Interessengemeinschaft (IG) zusammengeschlossen haben.

Ziel der IG ist es, den Gedankenaustausch unter den Liegenschaftsbesitzern zu pflegen und die vorhandenen und kommenden Fragen, Anliegen und Forderungen gebündelt bei den zuständigen Stellen zu deponieren. Ein siebenköpfiger Ausschuss der IG kommt Ende Juli erstmals zusammen und wird einen ersten Fragenkatalog zusammenstellen und bei Gemeinde und VBS einreichen.

Ausführlichere Informationen zum ehemaligen Munitionslager in Mitholz sind auf der Internetseite des VBS und der Website der Gemeinde Kandergrund abrufbar. Die Bevölkerung hat weiter die Möglichkeit, sich bei Fragen direkt an die Gemeinde, 033'672'13'10, oder an das VBS, 058'464'73'00, zu wenden.

pd/fl

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