Zum Hauptinhalt springen

Heim Halten heiss diskutiert

Über drei Stunden dauerte die Gemeindeversammlung. Dann stand fest, dass ein Baurechtfür die Senevita AG als Betreiberin des Alters- und Pflegeheims Halten den Mietvertrag ablöst.

Mehr als zwanzig Lenkerinnen und Lenker wurden für ihre beruflichen, kulturellen und sportlichen Erfolge geehrt und ausgezeichnet. Foto: Fritz Leuzinger
Mehr als zwanzig Lenkerinnen und Lenker wurden für ihre beruflichen, kulturellen und sportlichen Erfolge geehrt und ausgezeichnet. Foto: Fritz Leuzinger

Die letzte Gemeindeversammlung an der Lenk war spannungsgeladen. Um das weitere Vorgehen zu besprechen, veranlasste Gemeindepräsident René Müller, sich mit dem Gemeinderat zurückzuziehen, um für die verlangte geheime Abstimmung zur Baurechtsvorlage des Alters- und Pflegeheim Halten das Abstimmungsprozedere zu beraten. Bis fast um Mitternacht mussten die 268 Stimmenden (fast 16 Prozent) bis zum ausklingenden Adventsapéro ausharren, bis alle sechs traktandierten Geschäfte gutgeheissen waren.

Gemeinderätin Marianne Messerli erläuterte den dringenden Bedarf an betreuten Alterswohnungen: «Wir wollen an der Lenk das Wohnen im Alter ermöglichen. Die Senevita AG ist bereit, die Gemeinde nach dem überarbeiteten Leitbild 65+ zu unterstützen.» Ende Oktober informierte der Lenker Gemeinderat zum möglichen Vorgehen. Geplant ist im Alters- und Pflegeheim Halten der Umbau der heutigen Heimleiterwohnung in Wohneinheiten. Dazu ist durch die Senevita AG ein angrenzender Neubau mit zwölf Wohnungen geplant.

Mit der Errichtung eines dauernden Baurechts mit der Senevita AG bleibt das Grundstück Eigentum der Gemeinde. Der Gebäudewert ist 4,12 Millionen Franken. Der jährliche Baurechtszins beträgt 50250 Franken und soll alle zwanzig Jahre den Gegebenheiten angepasst werden. Die Senevita AG übernimmt die Kosten für den Umbau und die Sanierung der Heizungsanlage 2019. Mit dem Ziel, 2021 bezugsbereit zu sein, werden die Planung und der Neubauvorangetrieben.

Für langfristige Sicherheit

Mit einem umfangreichen Gegenantrag wartete Christian Christeler auf, unterstützt von Dr. med. Beat Hählen. Chris­teler verglich den finanziellen Aspekt bis 2035 zwischen Besitz/Vermietung von 6,27 Millionen mit dem Verkauf/Baurecht der Gemeinde von 5 Millionen Franken. Er verlangte mit seinem Antrag statt der kurzfristigen Einnahmen eine langfristige Sicherheit zu erlangen. Hählen seinerseits stellte die Vertragspartnerin Senevita AG als zur weltweiten Orpea-Gruppe mit Hauptsitz in Paris gehörend infrage.

In geheimer Abstimmung wurde der Gegenantrag Christeler dem Antrag des Gemeinderates gegenübergestellt. Bei 31 Enthaltungen stimmten nur 89 dem Antrag Christeler zu und 148 der Vorlage des Gemeinderates.

Sichtlich erleichtert gab Gemeindepräsident René Müller das Ergebnis der zweiten und geheimen Schlussabstimmung bekannt. Der Vorlage für die Errichtung eines selbstständigen und dauernden Baurechts mit der Senevita AG stimmten 143 zu, dagegen waren 109, und 14 Stimmende haben sich der Stimme enthalten.

Mit dem positiven Entscheid verbunden war einerseits die Reglementvorlage Spezialfinanzierung «Vorfinanzierung Verwaltungsvermögen» mit der Einlage des Buchgewinnes von 4,12 Millionen Franken. Andererseits diejenige der Spezialfinanzierung «Schwankungsreserve» mit der Einlage der 1,28 Millionen aus dem Verwaltungsvermögen durch die Entwidmung des Landanteils.

Budgetdefizit ist verkraftbar

Das von Finanzverwalter Roland Abbühl ausgewiesene Defizit im allgemeinen Haushalt, dem Steuerhaushalt, von 452 400 Franken ist aufgrund der finanzpolitischen Reserve und des vorhandenen Eigenkapitals verkraftbar. Auch für die Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser sind Aufwandüberschüsse budgetiert. Im Gesamthaushalt steht dem Aufwand von rund 14 Millionen ein Ertrag von 13,6 Millionen Franken gegenüber.

Die Steueranlage bleibt bei 1,94 Einheiten für die Gemeindesteuern und 1,5 Promille für die Liegenschaftssteuer unverändert. Gemeindepräsident René Müller zum Finanzplan bis 2023: «Der aktuelle Finanzplan ist ein strategisches Führungsmittel des Gemeinderates. Bei den Investitionen gilt es die Kernkompetenzen vor das Wünschbare zu stellen.»

Neugestaltung des Dorfkerns

Im Weiteren kann der Dorfkern für bewilligte 2 Millionen Franken saniert und attraktiver gestaltet werden. Dies betrifft die Bahnhofstrasse, den Kreisel und die Rawylstrasse sowie die Brüggmatte mit den Zugängen. Auch sind die 700 000 Franken für die zweite Etappe am Maurengässli im Rahmen des generellen Entwässerungsplanes gesprochen worden.

Fast einem Höhepunkt gleich kam kurz vor Mitternacht die Ehrung und Auszeichnung der über zwanzig Lenkerinnen und Lenker, die in Beruf, Sport und Kultur gefeierte Leistungen vollbrachten und 2018 beste Werbung für die Lenk machten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch