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«hifidi» ist Prävention, «je früher, desto besser» das Motto

Dank Transparenz – und weil es die Steuerzahler entlastet – geniesst die Dienstleistung volles Vertrauen.

Guido Lauper
«hifidi» arbeitet erfolgreich weiter (von links): Melanie Kilchenmann, neue Mitarbeiterin, Ernestine Kiener wird ersetzt von Jerrine Knubel, Präsident Bruno Martig, Gründungsmitglied Marlis Camenisch, Kassier Beat Balmer wird ersetzt durch Beatrice Walther.
«hifidi» arbeitet erfolgreich weiter (von links): Melanie Kilchenmann, neue Mitarbeiterin, Ernestine Kiener wird ersetzt von Jerrine Knubel, Präsident Bruno Martig, Gründungsmitglied Marlis Camenisch, Kassier Beat Balmer wird ersetzt durch Beatrice Walther.
Guido Lauper

«Indem die Klienten ihre Steuern wieder bezahlen können, kommt die kirchliche Dienstleistung Hilfe in finanziellen Dingen den Gemeinden trotz ihrer Beiträge letztlich wieder zugute», waren sich Vertreter der Gemeinden und Sozialdienste einig.

Dies an der 8. Hauptversammlung des Vereins im Zentrum Bruder Klaus. Dank den transparenten Finanzen stellte niemand der 20 Teilnehmenden die Vertrauensfrage, obwohl nur die beiden Spiezer Kirchgemeinden stimmberechtigt sind.

Einig waren sich die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden der Ämter Frutigen und Niedersimmental und ihrer Sozialdienste, ein zusätzlicher, Ressourcen vernichtender Verwaltungsaufwand soll unbedingt vermieden werden.

So kann laut «hifidi»-Präsident Bruno Martig die Gratisberatung durch eine Dienstleitung aufrechterhalten bleiben, die keinesfalls missionieren möchte. Wie Kassier Beat Balmer in der Jahresrechnung 2018 aufgeführt, löste «hifidi» mit Einnahmen von 179745 und Ausgaben von 166'715 schliesslich Zahlungen an die Steuerverwaltungen von 228'710 Franken aus.

Weil dank regelmässiger Beratungen und Einkommensverwaltungen von Thun bis ins Frutigland und ins Simmental viele der 143 Klienten ihre Schulden abbauen, weitere vermeiden und ins selbstständige Leben zurückfinden konnten.

Verbleibende Beratungen werden weitergeführt. Auch im zweijährigen Pilotprojekt Thun, wo die zukünftige Zusammenarbeit noch offen ist.

Wenns nicht weitergeht

Anhand anonymisierter Beratung zeigten die Sozialarbeiterinnen Sonja Dänzer und Eveline Stoller auf, wie «hifidi» funktioniert. Meist würden Steuer- und Krankenkassen nicht mehr bezahlt, Eigenheime und geleaste Autos seien zu teuer, und ein Kredit löse den nächsten ab.

Gemeinsam erarbeitete Budgets, Schuldenstopp und das Vermeiden von Lohnpfändungen sind erste Schritte bis zur Begleitung auf Betreibungsamt und Verhandlungen mit Gläubigern bis zur Stabilisierung der Gesundheit und des familiären Umfelds.

«hifidi», vor über 20 Jahren von Einzelpersonen beider Kirchgemeinden ins Leben gerufen, war gemäss Gründungsmitglied Marlis Camenisch 1998 als landeskirchliches Projekt für die Region gegründet und 2011 in einen selbstständigen Verein umgewandelt worden.

Die insgesamt 160 Stellenprozente teilen sich drei Sozialarbeiterinnen und eine Administratorin. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. An der Hauptversammlung lösten Kassierin Beatrice Walther Beat Balmer und Beraterin Jerrine Knubel Ernestine Kiener ab.

Infos und Kontakt: www.hifidi.ch

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