Hindernisfrei über Stock und Stein am Stockhorn

Erlenbach

Die Stiftung Cerebral schenkt der Stockhornbahn AG drei bis vier geländegän­gige Rollstühle «Multidrive No Limits». Ab dem Frühjahr 2017 können damit Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen den Hinterstockensee bequem umrunden.

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Die Präsentation des geländegängigen Rollstuhls, der in der letzten Entwicklungsphase steht und bis zum nächsten Frühjahr fertiggestellt sein wird, war eines von insgesamt vier innovativen Highlights, welche die Stockhornbahn AG am Donnerstag feierlich einweihte. Eingeweiht wurden das neue Seehüttli mit Aufenthaltsraum und behindertengerechter Toilette, der Kinderspielplatz Aquilino in Gestalt eines gestrandeten Schiffes am Ufer des Sees und der für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ausgebaute Wanderweg rund um den Hinterstockensee.

Geladen waren 125 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien, Gönnerkreisen und Helfer sowie Marlène Thomi, eine Rollstuhlfahrerin im Teenageralter, die ein Vorgängermodell des Rollstuhls auf Herz und Nieren testete und damit den Rundweg ohne Schwierigkeiten meisterte. Marlène beherrschte das Handling des Rollstuhls bereits nach wenigen Augenblicken und kam mit spielerischer Leichtigkeit damit klar.

Geländegängige Rollstühle ab 2017 mieten

«Wir kaufen drei bis vier von ­diesen Rollstühlen und machen sie der Stockhornbahn AG zum Geschenk!», versprach Michael Harr, Geschäftsleiter der Stiftung Cerebral Schweiz. Die Idee dahinter: Diese Rollstühle sollen ab dem kommenden Frühjahr zu moderaten Preisen vermietet werden können, ohne dass mit den Mieteinnahmen die Anschaffungskosten derselben amortisiert werden müssen.

Die Stockhornbahn AG sorgt für die In­frastruktur mit Verleihservice, individuellen Anpassungen für den Gast, Pflege und Unterhalt der Rollstühle. Das Pilotprojekt «Mountaindrive No Limits Stockhorn» startet im Frühjahr 2017. Damit dürfte der Hinter­stockensee einer der ersten rollstuhlgängigen Bergseen der Schweiz sein, wenn nicht sogar der erste.

Albert Rösti, Nationalrat und Präsident Wirtschaftsrat Volkswirtschaft Berner Oberland, gratulierte der Stockhornbahn AG zu dieser Innovation.

Ohne Innovation kein Tourismus

Obiges war dann auch das Thema der Ansprache Röstis. «Wir dürfen stolz sein auf das Stockhorn und das, was ihr hier oben tut», sagte er. Ueli von Niederhäusern, Verwaltungsratspräsident der Stockhornbahn AG, erzählte in seiner Ansprache «vom Skihüttli zum Seehüttli» über erreichte Meilensteine in der Geschichte der Bahn. Ebenfalls zu Wort kamen Mario Trachsel, Lehnherr Architekten AG, der über das Bauen am Berg sprach.

256 Heliflüge mit Baumaterial seien für den Ausbau des Seehüttli nötig gewesen, sagte er. Für Dora Andres, Präsidentin des Vereins Freunde des Stockhorns, der das Patronat des Einweihungsanlasses innehatte, war das Motto des Tages: «Zämä cho, zämä stoh». Ein Bonmot, das das Engagement aller Beteiligten, die an den Projekten geländegängiger Rollstuhl, ausgebauter Seerundweg, Seehüttli und Spielplatz mitgewirkt hatten, treffend beschreibt.

Berner Oberländer

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